Bootsunterkunft gesucht

Erstellt am 28. August 2012 | 00:00
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Web-Artikel 6144
Foto: NOEN
WASSERRETTUNG / Zwischen Lunz und Ybbs ist die Wasserrettung Waidhofen aktiv. Derzeit ist man auf der Suche nach einem neuen Standort für das Einsatzboot.

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VON ANDREAS KÖSSL

WAIDHOFEN / Zwischen Ybbs und Lunz/See erstreckt sich das Einsatzgebiet der Waidhofner Wasserrettung. Auf den Plan treten die Wasserretter immer dann, wenn Unfälle rund ums Wasser passieren.

„Eine der aufregendsten Geschichten“ sei der Einsatz im Zuge des schweren Hochwassers von 2002 entlang der Donau gewesen, wo man neben Personenbergungen auch Taucheinsätze durchgeführt habe, so der Abschnittsleiter der Wasserrettung, Arnold Wagner. Aber auch entlang der Ybbs ist man immer wieder aktiv, vor allem während der Sommermonate in geballter Form. „Das Ybbsbaden hat in den letzten Jahren stark zugenommen“, so Wagner. „In der Ybbs herrschen jedoch andere Gewalten. Die Leute unterschätzen dies aber oft und dann kann es sehr schnell gehen, dass man sich in einer Gefahrenlage befindet.“

Prävention und Jugendarbeit  als zentrale Aufgabe

Ein Hauptwirken der Wasserrettung liegt deshalb auch in der Prävention, vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit. Für die Absolvierung von Schwimmscheinen bietet man spezielle Trainings an. Über mangelndes Interesse des Nachwuchses an der Wasserrettung kann sich Wagner nicht beklagen. Das Problem sei die Finanzierung. Spenden aus der Bevölkerung seien deshalb jederzeit herzlich willkommen, so Wagner.

Alarmiert wird die Wasserrettung durch den Notruf 144. Beim letzten Einsatz sei man innerhalb von nur drei Minuten am Unfallort gewesen, berichtet Wagner. Ein Manko für die Wasserretter sei derzeit aber der Standort des Einsatzbootes.

Während nämlich die Zentrale samt Einsatzfahrzeug beim Roten Kreuz Waidhofen untergebracht ist, ist das Boot in Gstadt stationiert und muss bei Einsätzen erst geholt werden. „Dadurch geht wertvolle Zeit verloren“, so Wagner. Deshalb ist man auf der Suche nach einem geeigneten Abstellplatz in der Nähe des Roten Kreuzes. Was das Zusammenspiel der Einsatzkräfte betrifft, so funktioniere dieses mit der Rettung und der Bergrettung sehr gut. Weniger gestaltet sich die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. Darauf näher eingehen möchte Wagner aber nicht.