Brüder-Plan für den Königsberg

Erstellt am 28. Juni 2011 | 00:00
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TOURISMUS / Die Zeichen für das Feriendorf am Königsberg stehen (wieder einmal) auf Neuanfang: Holländisches Brüderpaar will investieren. Bauverhandlung fand statt.

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50 Chalets wollte Investor Ronald Rohn bauen, die 50.000 zusätzliche Nächtigungen pro Jahr bringen sollten. Bisher steht nicht einmal eine Handvoll Musterhäuser. Neue Betreiber wollen die ursprünglichen Pläne verwirklichen.HACKL
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VON STEFAN HACKL

HOLLENSTEIN / Von einem Neustart beim geplanten Feriendorf am Königsberg war in den vergangenen Jahren schon oft die Rede. Deshalb ist der Hollensteiner Bürgermeister Ing. Franz Gratzer nur vorsichtig optimistisch, wenn er von den Plänen des holländischen Brüderpaars Drenth spricht - zu oft haben sich Ankündigungen in der Vergangenheit in Luft aufgelöst.

Diesmal stehen die Vorzeichen allerdings ganz günstig: Am vorvergangenen Freitag fand die Bauverhandlung für 40 Ferienhäuser (Chalets) statt. Die Bewilligung für das ursprüngliche Projekt des holländischen Investors Ronald Rohn aus dem Jahr 2006 war ja abgelaufen. Rohn mischt auch beim neuen Anlauf im Hintergrund mit. Aus dem operativen Bereich zog er sich jedoch zurück.

Was planen nun die Drenths? Das Brüderpaar, das im Ortszentrum schon ein Gebäude erworben und restauriert hat, will die Ferienhäuser in Etappen errichten und an interessierte Vermieter verkaufen. Acht bis zehn solcher Chalets wollen sie in einem ersten Schritt bauen. „Damit wäre uns schon sehr geholfen, damit wir zumindest einen oder zwei Autobusse unterbringen können“, spricht Gratzer die knappen Nächtigungskapazitäten in Hollenstein an.

Auf Förderungen verzichten die Holländer (Rohn war 2006 bei der Landeswirtschaftsagentur ecoplus abgeblitzt). Die ersten Chalets planen sie nicht im Anschluss zu den drei bestehenden Musterhäusern, sondern auf der anderen Parzelle.

Heuer noch möchten die Drenths fünf Häuser aus dem Boden stampfen. Damit dieser ehrgeizige Plan hält, bedarf es einiger Vorarbeiten: Der Kanal ist laut dem Ortschef zwar in der Nähe, Anschlüsse müssten allerdings noch gemacht werden.