Eröffnet in der Stadt eine dritte Apotheke?

Erstellt am 26. Juli 2011 | 00:00
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Web-Artikel 145
Foto: NOEN
ANSUCHEN UM KONZESSION / Gebürtige Waidhofnerin Mag. Susanne Wagner will im Stadtteil Zell einen Standort eröffnen.

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VON STEFAN HACKL

WAIDHOFEN / Am Hauptplatz 19 im Stadtteil Zell möchte Mag. Susanne Wagner eine öffentliche Apotheke errichten. Um eine Konzession hat die gebürtige Waidhofnerin dieser Tage angesucht. Nun ist die NÖ Apothekerkammer am Zug, die ein Gutachten erstellen wird. Mit einer Entscheidung im heurigen Jahr ist laut Fachleuten allerdings nicht zu rechnen. In manchen Fällen dauert ein solches Verfahren mit Einsprüchen etc. eineinhalb bis zwei Jahre. Manchmal zieht es sich über fünf bis sieben Jahre, erklärt Mag. Werner Luks, Präsident der NÖ Apothekerkammer auf NÖN-Anfrage.

Zwei Apotheker versorgen  bereits die Bevölkerung

Zwei laut Präsident Luks sehr gut geführte Apotheken versorgen die Waidhofner Bevölkerung bereits mit Beratung und Medikamenten: die Alte Stadtapotheke Zum Einhorn am Oberen Stadtplatz sowie die Ybbstal Apotheke beim Eurospar in der Hammerschmiedstraße. Ob ein dritter Standort Platz hat, regelt letzten Endes das Apothekergesetz. Dieses sieht vor,

dass zwischen Apotheken ein Mindestabstand von 500 Metern gegeben ist (das wäre am Zeller Hauptplatz der Fall)

und dass jede Apotheke mindestens 5.500 Einwohner versorgen kann (das wäre in der 11.500-Einwohner-Stadt auf den ersten Blick nicht der Fall). Allerdings: Auch im bedeutend kleineren Kitzbühel bieten drei öffentliche Apotheken ihre Dienste an. Luks: Faktoren wie Zweitwohnsitzer und Touristen spielen in der Bewertung eine Rolle.

Die Stadtverantwortlichen äußern sich zu Wagners Ansinnen jedenfalls positiv. Gerade im Ortsteil Zell macht das absolut Sinn. Von der Stadt ist eine positive Stellungnahme zu erwarten, erklärt Rathaussprecher Fritz Lengauer.

Susanne Wagner lebt derzeit in Perchtoldsdorf und arbeitet seit 2005 in der Stadtapotheke Mödling. Ihr Chef Mag. Franz Zika hebt ihr Engagement, Fachwissen und ihre stete Fröhlichkeit hervor. Den Gedanken, in ihre Heimatstadt zurückzukehren, hege sie schon länger, sagt Wagner. Zum Verfahren will sie sich nicht äußern: Jetzt ist einmal die Bedarfsprüfung der Apothekerkammer abzuwarten.