Fünf Konzerthöhepunkte im Klangraum. Intendant Thomas Bieber bietet von 12. Mai bis 19. Juni fünf Konzerthöhepunkte.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 14. April 2019 (03:20)
Mateusz Zahora
Die chinesisch-amerikanische Pianistin Claire Huangci eröffnet den Waidhofner Klangraum in einer Matinee am 12. Mai.

Das Motto des Klangraum Waidhofen 2019 lautet „Vorspiel“. „Ein Thema, das lustvoll tänzelnde Variationen zulässt“, sagt Intendant Thomas Bieber, der das Programm für den Frühlingskonzertbogen zusammengestellt hat.

Groissböck
Der auf den Bühnen der Welt gefeierte Günther Groissböck gastiert in seiner Geburtsstadt

Den Auftakt gestaltet die gefeierte chinesisch-amerikanische Pianistin Claire Huangci am Sonntag, 12. Mai, in einer Matinee im Kristallsaal. Zusätzlich zu ihrer kometenhaften Karriere gewann sie 2018 mit dem „Concours Géza Anda“ einen der bedeutendsten Klavierwettbewerbe. „Ihr völlig natürliches Spiel berührt ihr Publikum weltweit“, sagt Bieber. Für das „Vorspiel“ im Klangraum Waidhofen begibt sie sich in einen poetisch umwobenen Vorhall der Nacht. Préludes von Claude Debussy und Sergej Rachmaninow treffen auf Nocturnes von Frédéric Chopin sowie Ungarische Tänze von Johannes Brahms.

Eine Woche später, 19. Mai, folgt eine Matinee im Schlosscenter mit den Philharmonia Schrammeln und Günther Groissböck, dem großen Sohn der Stadt, der erstmals Wiener Lieder singen wird. „Ein schneidiger Bass“ zwischen Schrammel-Sound. Lebenslust und Lebensleid treffen aufeinander.

Chris Pichler
Erotisch gewürzte Texte liest Chris Pichler am 26.5., dazu kommt Musik vom VIVID Consort.

Erotisch gewürzte Texte über das „Vorspiel“ von Bertold Brecht, Else Lasker-Schüler, Johann Wolfgang von Goethe, Wolfgang Amadé Mozart bis hin zu arabischer Liebesdichtung folgen am 26. Mai. Gelesen von Martin Schwab und Chris Pichler, begibt man sich textlich auf doppelten Boden, umspielt vom genial jungen wie weiblichen VIVID Consort im Kristallsaal.

Der ungarische Cellist István Várdai bringt Sonntag, 9. Juni, in der Alten Bene-Fabrik auf seinem Stradivari-Cello, die sechs Cello-Solosuiten von Johann Sebastian Bach. Sie gelten als Mount Everest der Sololiteratur.

Dass den vier Herren vom Ensemble Amarcord Wien zum Thema „Vorspiel“ allerhand einfällt, darf ob ihrer spielerischen Kreativität nicht wundern. Die Annäherung passiert über die zauberhaften Préludes von Claude Debussy. Sie führen am 19. Juni in der Alten Bene-Fabrik Zell zu Tangos von Carlos Gardel, tauchen ein in das Vorspiel zu Richard Wagners „Tristan und Isolde“, umschiffen den Liebestod und teilen das Chambre Separée in Richard Heubergers schmissiger Ouvertüre zur Operette „Der Opernball“.

Elisabetth Bolius
Philharmonia Schrammeln Wien gastieren am Sonntag, 19. Mai, im Schlosscenter gemeinsam mit Bass Günther Groissböck.