Ybbstaler HAK-Lehrer setzen die VR-Brille auf. An der Handelsakademie wurde ein VR-Labor für virtuelles Lernen eingerichtet. Lehrer erhalten eine Einschulung zum Einsatz von Virtual-Reality-Brillen im Unterricht.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. März 2021 (04:43)
Informatikprofessor Markus Duschek erklärt Kollegin An drea Mayrhofer die Handhabung der VR-Brille.
HAK Waidhofen an der Ybbs

Die Lehrer der Handelsakademie besuchen derzeit eine Fortbildung zum Einsatz von Virtual-Reality-Brillen im Unterricht. Grund dafür ist das neue VR-Labor, das vor Kurzem in der Schule eingerichtet wurde. Dieses ermöglicht in jedem Unterrichtsfach ein dreidimensionales Lernen für eine bessere Vorstellung bestimmter Lerninhalte.

Neue Perspektiven, interaktives Lernen

Was kann die VR-Brille? Schüler können Dinge aus verschiedenen Perspektiven betrachten oder in andere Rollen schlüpfen und in dreidimensionale Räume eintauchen. Sie sind nicht passiv beim Lernen, sondern können interaktiv in Handlungen eingreifen, wodurch komplexe Vorgänge verständlich werden und die Aufmerksamkeit der Schüler verstärkt wird. Durch das Lernen mit allen Sinnen wird auch der Lern- und Merkprozess erleichtert.

Virtual Reality erlaubt es den Lehrenden zum Beispiel, ihre Schüler an unbekannte Orte mitzunehmen, ohne den Klassenraum zu verlassen. Behilflich dabei sind Apps wie Google Expeditionen und das Smartphone des Schülers. Mithilfe von Virtual Reality können Schüler etwa in Geografie entfernte Orte besuchen, vergangene Epochen im Literatur- oder Geschichtsunterricht erkunden, oder in Biologie auf völlig neue Weise Informationen über die menschlichen Organe erfahren.

Ist die Fortbildung der Lehrer abgeschlossen, sind dem Einsatz der VR-Brille im Unterricht an der HAK keine Grenzen gesetzt: In der Fremdsprache können die Schüler bald virtuelle Klassenfahrten unternehmen, Kultur und Geschichte eines Landes hautnah erleben. Dabei agiert der Lehrer als „Guide“, während die Schüler über das Smartphone in die Welt eintauchen. Aber auch virtuelle Firmenbesichtigungen oder etwa das Eintauchen in Marketingprozesse und Produktentwicklungen können zur Realität werden – die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und spannend.