Stadtfinanzen stehen in Waidhofen/Ybbs im Fokus

Erstellt am 29. September 2022 | 04:15
Lesezeit: 2 Min
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Stadtchef Werner Krammer (WVP) macht sich wenig Sorgen.
Foto: Kössl
Gemeinderat beschloss Nachtragsvoranschlag einstimmig. SPÖ und WVP kontern FPÖ-Kritik an Betriebsgebiet und Radwegbau.

Einstimmig beschloss der Waidhofner Gemeinderat am Montag den Nachtragsvoranschlag (NVA) für das Jahr 2022. In vielen Bereichen gebe es Verbesserungen zum Voranschlag (VA), hielt Bürgermeister Werner Krammer (WVP) fest und verwies auf Haushaltspotenzial und Nettoergebnis. Der Stadtchef zeigte sich zuversichtlich, Letzteres bis zum Rechnungsabschluss noch weiter verbessern zu können.

„Da mache ich mir wenig Sorgen“, sagte er und hob die positive Entwicklung bei den Haftungen und beim Schuldenstand hervor. Letzterer blieb zwar gleich wie im Voranschlag, die Schuldenaufnahme wurde aber um 600.000 Euro reduziert. „Positiv ist auch, dass die Bundesertragsanteile im NVA gegenüber dem Voranschlag von 14,4 auf 15,35 Millionen angestiegen sind“, sagte Krammer, gab aber auch zu bedenken, dass bei den Ertragsanteilen für kommendes Jahr ein Minus von einem Prozent angekündigt worden sei.

„2022 wird ein gutes Jahr, 2023 wird da schon schwieriger“, meinte auch SPÖ-Stadtrat Erich Leonhartsberger und führte die ungewisse Entwicklung bei den Energiekosten ins Felde. Weitere Energiesparinitiativen seien notwendig.

Danach wurden Darlehensaufnahmen von vier Millionen Euro mit unterschiedlichen Laufzeiten zu Fixzinssätzen abgesegnet. FPÖ-Gemeinderat Josef Gschwandegger enthielt sich dabei der Stimme. Schulden machen sei für ihn „ein rotes Tuch“, wenn in „unnötige Projekte“ wie Radwegbau und Betriebsgebiete investiert werde, meinte er.

„Arbeitsplätze und klimaschonende Mobilität sind genau das, wo wir Geld ausgeben müssen“, konterte SPÖ-Vizebürgermeister Armin Bahr und bekam Unterstützung von WVP-Fraktionssprecher Franz Sommer: „Das sind die „Kernaufgaben einer Stadt“.