Waidhofen an der Ybbs: Waldkonzept wurde abgesegnet. Bewirtschaftung des Stadtwaldes auf zehn Jahre fixiert. „Naturwaldzellen“ und „Monumentbäume“.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 09. Mai 2021 (04:31)
Am Buchenberg wurden zwei „Naturwaldzellen“ festgelegt.
NOEN

Vor eineinhalb Jahren hat die Stadt Waidhofen die Universität für Bodenkultur (BOKU) mit der Erstellung eines Waldentwicklungskonzepts beauftragt. Dieses wurde nun dem Gemeinderat präsentiert. Der im Konzept festgelegten Bewirtschaftungsweise des Stadtwaldes für die nächsten zehn Jahre wurde die Zustimmung erteilt.

Am Buchenberg wurden zwei „Naturwaldzellen“ festgelegt.
NOEN

„Nicht zuletzt durch die Neuausrichtung des Naturparks Buchenberg galt es, sich anzuschauen und nach ökologischen Kriterien zu bewerten, wie die Bewirtschaftung des Waidhofner Stadtwaldes derzeit funktioniert und in Zukunft funktionieren soll“, beschreibt Bürgermeister Werner Krammer die Zielsetzung. Neben dem Buchenberg wurde im Zuge des Projekts, das von BOKU-Professor Eduard Hochbichler vom Institut für Waldbau geleitet wurde, auch der Schnabelberg unter die Lupe genommen.

In dem Waldentwicklungskonzept wurden auch zwei sogenannte „Naturwaldzellen“ definiert. „Hier geht es um zwei Waldbereiche, in welche nicht eingegriffen werden soll, sondern der Wald sich selbst überlassen bleibt“, führt der Stadtchef aus. „Gleichzeitig soll es aber schon Wege geben, um diese Bereiche auch erlebbar zu machen.“ Die beiden „Naturwaldzellen“ befinden sich am Buchenberg im Bereich der Sattelhütte und von der Oberen Kapelle abwärts Richtung Wirts.

Außerdem wurden im Waldentwicklungskonzept rund 40 „Monumentbäume“ im Stadtgebiet definiert. „Das sind Bäume, die wir ganz bewusst alt werden lassen“, führt Krammer aus. „Mit diesem Konzept haben wir nun auch etwas in der Hand, um zu kommunizieren, was wo im Stadtwald passiert.“