Kampf um 21 Mandate in Allhartsberg. ÖVP möchte Mandate halten. SPÖ peilt Zugewinn an und spricht sich für weniger Zuzug aus.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 25. Januar 2020 (15:34)
Bild links: ÖVP-Bürgermeister Anton Kasser möchte den Mandatsstand halten. Bild rechts: SPÖ-Spitzenkandidat Roland Gruber möchte um ein Mandat zulegen.
Kössl/Hudler

Große Mandatsverschiebungen sind durch die Gemeinderatswahl am Sonntag in Allhartsberg nicht zu erwarten. Antreten werden in der 2.147-Seelen-Gemeinde nur die ÖVP und die SPÖ. Die Volkspartei hält mit 17 von 21 Mandaten die klare Mehrheit im Gemeinderat. Die Sozialdemokraten haben vier Sitze inne.

Keine Änderungen gibt es an der Spitze beider Parteien. Bei der ÖVP führt einmal mehr Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Anton Kasser ein 30-köpfiges Team an.

Eine Listenreihung gibt es jedoch nicht, denn die Volkspartei setzt in der Gemeinde, wie schon vor fünf Jahren, auf ein Vorzugsstimmensystem. „Ich lenke nun bereits seit 25 Jahren die Gemeinde und ich habe in all den Jahren großen Wert auf unseren Weg des Miteinanders gelegt“, sagt Ortschef Kasser. „Damit haben wir vieles erreicht und das wird auch so bleiben.“

Das zentrale Zukunftsprojekt für den ÖVP-Bürgermeister ist die Absicherung der Wasserversorgung für die kommenden Generationen gemeinsam mit der Firma Austria Juice. Noch heuer solle auch der Glasfaserausbau bis in jedes Haus beginnen, ein Projekt, das in fünf Jahren abgeschlossen sein soll.

Ebenfalls im ÖVP-Programm: die Generalsanierung der Ortsdurchfahrt in Kröllendorf und der Landesstraße von Kröllendorf nach Hiesbach sowie die Errichtung von Radwegen. „Und natürlich werden die Aktivitäten im Bereich Klimaschutz intensiv weitergeführt“, sagt Kasser. Sein Ziel ist es, die derzeit 17 Mandate zu halten.

Roland Gruber erneut Gegenkandidat

Kassers Gegenüber bei der SPÖ ist einmal mehr Ortsparteiobmann Roland Gruber. Er führt ein achtköpfiges Team als Spitzenkandidat in die Wahl. „Wir stehen für ein lebenswertes Allhartsberg ein. Deshalb wollen wir den Zuzug moderater gestalten“, sagt Gruber. „Obwohl viele Wohnungen in der Gemeinde leer stehen, werden munter Reihenhäuser gebaut.“ Der Bodenverbrauch müsse eingedämmt werden, so der SPÖ-Spitzenkandidat, der Zuzug solle weniger werden.

Verbessert gehöre der öffentliche Verkehr, meint Gruber weiter. Die Busverbindungen Richtung Amstetten und Waidhofen seien nicht optimal. Weiters fordert er mehr Transparenz bei Entscheidungen der Gemeinde. „Wir hatten 2019 vier Gemeinderatssitzungen. Über diese sollte in der Gemeindezeitung umfassend informiert werden. Grubers Ziel: fünf Mandate.