Brand im Wirtschaftspark Kematen. Bei der Firma Metran im Freien gelagertes Kunststoffmaterial entzündete sich von selbst. 13 Feuerwehren im Einsatz. Ursache war möglicherweise ein falsch entsorgter Akku.

Von Andreas Kössl. Update am 02. März 2021 (09:51)

13 Feuerwehren wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag zu einem Brand in den Wirtschaftspark Kematen gerufen. Bei der Firma Metran war im Freien gelagertes Kunststoffrecyclingmaterial – das aus den Sammelstellen verschiedener Gemeinden angeliefert worden war – in Brand geraten.

Ein unbekannter Anrufer hatte das Feuer, das schon weithin sichtbar war, gegen 23.30 Uhr bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert.

Die Freiwillige Feuerwehr Niederhausleiten-Höfing war als erste Feuerwehr vor Ort. Aufgrund der Größe des Brandes, der sich auf einer Fläche von etwa 400 Quadratmetern ausgebreitet hatte, erhöhte der Einsatzleiter sofort die Alarmstufe auf die höchste Stufe, wodurch weitere Feuerwehren hinzugezogen wurden.

Feuerwehren konnten Brand rasch eindämmen

Ein großflächiger Löschangriff mit Schaum wurde eingeleitet und so konnte der Brand rasch eingedämmt werden. Ein Übergreifen der Flammen auf die nebenan befindliche Produktionshalle konnte so verhindert werden. Mittels Bagger und Radlader wurden der Brandherd lokalisiert und weitere Löscharbeiten durchgeführt. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden.

Verletzt wurde bei dem Brand zum Glück niemand. Im Einsatz standen neben der Feuerwehr Niederhausleiten-Höfing auch die freiwilligen Wehren aus Kematen, Aschbach, Ulmerfeld-Hausmening, Doppel, Sonntagberg, Rosenau, Kröllendorf-Wallmersdorf, Hiesbach, Biberbach und Allhartsberg sowie die Betriebsfeuerwehren der voestalpine Precision Strip und der Mondi Neusiedler.

Wie die Brandursachenermittlung der Polizei ergab, hatte sich das Kunststoffmaterial selbst entzündet. Da später unter den verbrannten Kunststoffteilen auch elektronische Bauteile gefunden wurden, wird erwogen, dass in den Sammelstellen auch Geräte mit Kunststoffgehäusen und noch darin befindlichen Akkus entsorgt worden sind, die sich später entzündet haben könnten.