Heißer Bankomat-Coup

Erstellt am 22. November 2011 | 00:00
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Web-Artikel 2333
Foto: NOEN
GROSSFAHNDUNG / Mindestens zwei Täter schnitten Bankomat in Raiffeisenbank Göstling auf. Dabei ging Gerät in Flammen auf.

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Um 3.42 Uhr schrillte die Alarmanlage. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Göstling und die Polizeibeamten waren sofort zur Stelle. Der Bankomat stand zu diesem Zeitpunkt in Flammen.PERSCHL
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GÖSTLING / Erst vor einem Monat war die umgebaute Raiffeisenbank in Göstling feierlich eröffnet worden. Am Montagmorgen glich das Foyer einem Schlachtfeld. Um 3.42 Uhr hatte die Alarmanlage angeschlagen: Mindestens zwei Täter machten sich mit einem Schneidbrenner am Bankomat zu schaffen. Das Gerät fing Feuer, die Täter konnten trotzdem Beute machen. Wie viel sie stahlen und wie hoch der Schaden ist, stand zu Redaktionsschluss nicht fest. Eine sofort eingeleitete Alarmfahndung in der Region verlief ergebnislos.

Die Freiwillige Feuerwehr Göstling löschte den Brand. Beamte der Polizeiinspektion Lunz am See sicherten das Areal bis zum Eintreffen der Tatortgruppe ab. Direktor Johann Wiebogen, der wie die Göstlinger Bankmitarbeiter sofort vor Ort war, konnte sich den Coup nicht erklären: „Die Filiale liegt ja komplett abseits der Autobahn.“

Laut Auskunft der Ermittler dürfte es sich um Profis gehandelt haben. „Nach unseren ersten Erkenntnissen wurde der Bankomat fachmännisch aufgeschnitten, wobei die Täter aufs Tempo gedrückt und nicht auf die Sorgfalt bei der Handhabung mit dem Schneidbrenner geachtet haben. Durch die Überhitzung dürfte der Bankomat auch zu brennen begonnen haben“, berichtet Gruppeninspektor Franz Atzmüller von der Polizeiinspektion Lunz gegenüber der NÖN.

Trotz des Feuers haben die Täter einiges Geld erbeutet. Göstlings Feuerwehrkommandant Reinhard Blamauer: „In dem Bankomat befand sich eine Kassette, die zwar stark glühte, aber Geld war keines mehr da.“