Helbock – ein Erlebnis

Erstellt am 27. Mai 2014 | 23:59
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 292663
Foto: NOEN, Leo Lugmayr
David Helbock begeisterte im Kristallsaal mit Improvisationen um Themen von Prince.

WAIDHOFEN / Dass er Grenzen zwischen Klassik, Pop und Jazz gar nicht zu überschreiten braucht, weil es diese für ihn gar nicht gibt, stellte Klangraum-Intendant Thomas Bieber an den Beginn des bemerkenswerten Konzerts des Vorarlbergers David Helbock im Rahmen des Waidhofner Klangraums.

Auf mit Stahlkugeln und Plastikfolien präpariertem Klavier fegte er über die Tasten und entlockte dem Flügel Ungehörtes und Unerhörtes, machte spürbar, dass hier drei außergewöhnliche Talente einander gegenseitig fordern: das des Komponisten, jenes des Piano-Improvisateurs und schließlich das des Percussionisten.

Meist improvisatorisch um Kompositionen von Prince tänzelnd – aber auch Thelonious Monk, dem er eine CD gewidmet hat, interpretierend – riss er das Publikum in Sphären mit, aus denen der Musikgenuss wie kosmologische Schauer niederging. Mit einer Eigenkomposition als Zugabe belohnte er das begeisterte Publikum.