„Holen die Welt hierher“

Erstellt am 27. August 2013 | 00:00
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Einkaufsstadt / Internetversand und Online-Shopping dünnen die Nachfrage beim Handel aus. „Schnell vor 12 wird man da aber nichts bekommen“, sagt Fritz Hölblinger vom Stadtmarketing.
Von Leo Lugmayr

WAIDHOFEN / Spürt die Kaufmannschaft in Waidhofen die Konkurrenz, die Online-Shopping darstellt? „Fragen Sie doch Jugendliche, wo sie einkaufen. Natürlich ist es einfach, im Internet zu vergleichen und dann beim Bestbieter den Einkaufskorb-Button zu drücken“, sagt der Obmann des Stadtmarketings Fritz Hölblinger. „Aber individuelle Beratung werden sie da keine bekommen.“

Hölblinger weiß aber auch um die Stärken der Einkaufsstadt Waidhofen. „Stationäre Händler liefern jederzeit und kurzfristig qualitative Ware. Ganz verzichten möchte darauf ja auch niemand“, so Hölblinger, der auch weiß, dass Internetversand bis zu 70 Prozent Rücksendungen und damit Kosten und Verkehr auslöst, „Oft weil die Qualität nicht stimmt“. „Wir leisten einen Service für die Bewohner der Region und das zu durchwegs kompetativen Preisen“, ist Hölblinger überzeugt, „und im Unterschied zum Internet, das in die Welt hinaus entführt, holen wir die Welt nach Waidhofen herein.“ Der Italienische Markt am kommenden Wochenende und die Einkaufsnächte seine Beispiele dafür. „Gustieren, Ausprobieren, Verkosten, das haptische Vergnügen ein Produkt zu berühren, bevor man es ersteht, das sind unsere Stärken, ganz ohne Suchbegriff und Maustaste. Und am Samstag kurz vor 12 Uhr werden Sie im Internet auch nicht noch schnell etwas fürs Wochenende bekommen.“