Sonnleitner führt VP in Gemeinderatswahl

Erstellt am 30. Oktober 2019 | 04:21
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Martin Sonnleitner (l.) wird die Hollensteiner Volkspartei bei der Gemeinderatswahl 2020 anführen. 2011 rückte er für Seniorenbund-Obfrau Helga Urban (Mitte) im Gemeinderat nach. ÖVP-Obmann Herbert Jagersberger (r.) macht nun Platz.
Foto: ÖVP
ÖVP-Obmann Herbert Jagersberger macht Platz: Martin Sonnleitner auf Platz eins der VP-Liste.

Mit einem neuen Spitzenkandidaten wird die ÖVP Hollenstein bei der Gemeinderatswahl am 26. Jänner ins Rennen gehen. Gemeindeparteiobmann Herbert Jagersberger wird seinem Parteifreund Martin Sonnleitner den Vortritt überlassen. Das wurde vom Ortsparteivorstand bereits beschlossen.

„Ich war jetzt zehn Jahre in der Gemeindepartei vorne, nun möchte ich diese Aufgabe in jüngere Hände übergeben“, sagt der 56-jährige technische Angestellte. Dass er derzeit bei einer Schilderfirma in Neuzeug in der oberösterreichischen Gemeinde Sierning beruflich tätig ist, hat seinen Entschluss befeuert. „Da bleiben täglich zwei Stunden durch die An- und Abfahrt auf der Strecke“, sagt er.

„Ich war jetzt zehn Jahre in der Gemeindepartei vorne, nun möchte ich diese Aufgabe in jüngere Hände übergeben“Herbert Jagersberger

Seit 2000 ist Jagersberger für die ÖVP im Hollensteiner Gemeinderat aktiv. 2010 und 2015 ging er bei der Gemeinderatswahl als Spitzenkandidat für die Volkspartei ins Rennen. Das Amt des Ortsparteiobmanns wird Jagersberger vorerst noch behalten. Die parteiinterne Neuaufstellung der Hollensteiner VP soll erst nach der Gemeinderatswahl erfolgen.

„Ich bin sehr stolz, dass die Entscheidung auf mich gefallen ist“, freut sich Martin Sonnleitner. Der 40-jährige gelernte Zimmerer, der mit seiner Frau den Bauernhof „Hochschlag“ im Vollerwerb bewirtschaftet, rückte 2011 im Hollensteiner Gemeinderat für Helga Urban nach. Bereits zwei Jahre davor übernahm er die Obmannschaft des Ortsbauernrates. „Ich sehe es als meine demokratische Pflicht an, mich für die Gemeinschaft zu engagieren“, sagt Sonnleitner.

Die Hollensteiner ÖVP wird wohl am 26. Jänner mit einem Vorzugsstimmenmodell ins Rennen gehen, wobei lediglich der Listenerste fix gesetzt sein wird, die Details aber noch ausgearbeitet werden. Rund 25 Kandidaten möchte die ÖVP jedenfalls aufbieten. Namen möchte man allerdings noch keine nennen. „Ein paar Mandatare werden aufhören und es wird neue Gesichter geben“, sagt Jagersberger, dessen Name sich wieder auf der ÖVP-Liste finden wird. „Wir haben schon viele kompetente Personen, die mitmachen wollen, um alle Bereiche gut abdecken zu können.“ Bis Dezember soll die Liste fixiert werden.

ÖVP-Ziel: die Mehrheit im Gemeinderat

Bei der letzten Gemeinderatswahl 2015 konnte die ÖVP ihren Mandatsstand von acht auf neun Mandate erhöhen. Die SPÖ verlor einen Sitz. So trennt derzeit lediglich ein Mandat die ÖVP von der SPÖ. Diese ging 2015 noch unter Bürgermeister Manfred Gruber ins Rennen. Seit Mai 2016 hat das Amt Manuela Zebenholzer inne.

Die Mehrheit im Gemeinderat ist ganz klar das angepeilte Ziel der Hollensteiner Volkspartei. „Möglich ist alles“, sagt Jagersberger. „Leicht wird es allerdings nicht. Die Frau Bürgermeister macht ihre Sache gut und sie hat neben dem Bürgermeisterbonus auch noch den Damenbonus.“ Auch VP-Spitzenkandidat Sonnleitner attestiert der SPÖ-Ortschefin, dass sie ihre Arbeit nicht schlecht mache. „Wir möchten jedoch eine interessante Alternative anbieten. Wichtig dabei ist ein Wahlkampf auf Augenhöhe und ohne Untergriffe.“