Jubel bei FPÖ und Grünen im Bezirk Amstetten

Erstellt am 27. April 2016 | 04:44
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Präsidentenwahl Jubel bei FPÖ und Grünen im Bezirk Amstetten
Foto: NOEN, Wolfgang Kapf
Beide Parteien rechnen ihren Kandidaten gute Chancen auf das Amt des Präsidenten bei Stichwahl aus.
Ausgelassene Stimmung herrschte am Sonntagabend bei den Freiheitlichen im Bezirk. FP-Nationalratsabgeordnete Edith Mühlberghuber war „kurz mal weg“, als sie das Wahlergebnis gehört hatte.

„Ein schönes, historisches Ergebnis. Ich habe schon mit guten Zahlen für Norbert Hofer gerechnet, aber mit so guten eigentlich nicht“, sagt die Haidershofnerin. Ihrem „Kandidaten der Herzen“ rechnet sie auch gute Chancen für die Stichwahl am 22. Mai aus: „Die Wähler werden richtig entscheiden und spüren, dass er der richtige, neue Präsident ist.“

„Wundern uns über die Meinungsforscher“

Die Amstettner FPÖ feierte Hofers Wahlsieg im Brauhof: „Wir freuen uns sehr über dieses Ergebnis. Wir wundern uns aber über die Meinungsforscher, dass sie sich so geirrt haben: Bei allen lag Van der Bellen vorne! Über das Ergebnis wundern wir uns nicht, denn wir wissen, dass die Österreicher mit der Politik der Regierung sehr unzufrieden sind“, kommentierte die Amstettner FPÖ–Fraktionschefin und Stadträtin Brigitte Kashofer den Wahlausgang. Sie ist zuversichtlich, dass es Norbert Hofer in der Stichwahl gelingt, die absolute Mehrheit zu holen.

FPÖ Stadtparteiobmann Gernot Huber weist auf das gute Abschneiden von Hofer in Amstetten hin (knapp über 38 Prozent ohne Wahlkarten) und meint dann: „Wir bedanken uns für die großartige Unterstützung der Wähler und ersuchen sie, auch in der Stichwahl wieder Norbert Hofer zu wählen.“

Aber auch bei den Grünen war Jubel angesagt: „Es ist das eingetreten, was wir erhofft haben. Dass Alexander van der Bellen in die Stichwahl gekommen ist, ist für uns ein tolles Ergebnis“, sagt der Bezirkssprecher der Grünen, Gerhard Haag, Stadtrat in Amstetten.

Präsidentenwahl Jubel bei FPÖ und Grünen im Bezirk Amstetten
Die Vertreter der Amstettner Grünen sehen dem Abschneiden bei der Stichwahl des von ihnen unterstützten Alexander van der Bellen sehr optimistisch entgegen (v.l.): Gerhard Haag, Sarah Huber und Dominic Hörlezeder. Foto: Wolfgang Kapf
Foto: NOEN, Wolfgang Kapf



Dass Hofer im ersten Wahlgang voran sein würde, war für ihn keine Überraschung. „Es ging vielen Leuten darum, der Regierung einen Denkzettel zu geben. Doch im zweiten Wahlgang geht es ans Eingemachte und da werden die Karten neu gemischt.“

Für ihn hat Alexander Van der Bellen gute Chancen, das Blatt noch zu wenden. „Wir werden in die Hände spucken und für ihn laufen.“

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