ÖVP und SPÖ treten um Mandate an. Bürgermeisterin Juliana Günther führt ÖVP in die Wahl. SPÖ-Obmann Kurt Kaindl möchte Zugewinne verzeichnen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 24. Januar 2020 (20:22)
Bild links: Ortschefin Juliana Günther geht an der Spitze der ÖVP ins Rennen. Bild rechts: SPÖ-Parteiobmann Kurt Kaindl führt die SPÖ in die Wahl.
Kössl

In Kematen stehen am Sonntag bei der Gemeinderatswahl am Stimmzettel wieder lediglich ÖVP und SPÖ zur Auswahl. Die Volkspartei konnte bei der letzten Wahl 2015 ein Mandat zulegen und hält derzeit 13 Sitze im Gemeinderat. Die SPÖ musste ein Mandat abgeben und liegt bei acht Sitzen. Bei den letzten beiden Wahlen konnte die ÖVP ihren Vorsprung immer weiter ausbauen.

Die ÖVP geht mit 32 Kandidaten ins Rennen. Angeführt wird die Liste wieder von Bürgermeisterin Juliana Günther. „Ich möchte mit meinem Team für die Menschen weiterarbeiten“, sagt Bürgermeisterin Günther.

Im Wahlprogramm der ÖVP findet sich unter anderem die Erstellung eines Energie- und Klimaleitbilds für die Gemeinde, der Schutz des Heidewalds sowie der Wunsch nach einer Fahrradbrücke und einem Drogeriemarkt. Auch eine Tagespflegestätte für Demenzkranke möchte man forcieren.

An der Spitze des 18-köpfigen SPÖ-Teams geht zum ersten Mal Kurt Kaindl ins Rennen. „Es ist wichtig, innerhalb einer Gemeinde eine starke zweite Meinung und Vertretung zu haben“, sagt Kaindl. „Wir als SPÖ können diese wichtige Anforderung bieten und umsetzen.“

SPÖ gegen weitere Schottergruben

Geht es nach der SPÖ, sollen bei den neuen Wohnbauten eine Tiefgarage errichtet, der praktische Arzt nachbesetzt und Tempo 30 auf allen Gemeindestraßen eingeführt werden. Ein weiteres Anliegen ist der Erhalt des Heidewaldes. „Es darf keine weiteren Schottergruben geben“, sagt Kaindl. Auf der Schule und der Festhalle solle außerdem eine Photovoltaikanlage installiert werden. „Wir wollen stärker werden, um unsere Ziele mit Nachdruck umsetzen zu können“, hält Kaindl fest.