Klare Zielsetzung beim Klimaschutz in Waidhofen/Ybbs

Waidhofen nimmt an e5-Programm teil und stellt sich damit bei Klimaschutz und Energieeffizienz dem nationalen und internationalen Vergleich.

Erstellt am 26. November 2021 | 14:07
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8235915_ybb47wai_e5_gemeinde.jpg
Energieberater Johann Wagner (4. von links), Stadtrat Erich Leonhartsberger (5. von links), Stadtrat Fritz Hintsteiner (6. von links), e5-Teamleiter Thomas Fleischanderl (7. von links) und Bürgermeister Werner Krammer (8. von links) mit dem Waidhofner e5-Team.
Foto: Magistrat Waidhofen

Seit Oktober nimmt Waidhofen am e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden teil. Die Stadt bekennt sich damit aktiv zur Erreichung der Klimaziele und stellt sich dem nationalen sowie internationalen Vergleich. „Die Teilnahme am e5-Programm ist ein Meilenstein in unserem Manifest zur klimaaktiven Standortentwicklung, das wir überparteilich entwickelt haben. Schritt für Schritt setzen wir die einzelnen Maßnahmen um und sorgen so dafür, dass wir auch in Zukunft Stadt erleben und Grün genießen können“, erklärt Bürgermeister Werner Krammer.

Vorstellung des e5-Programms

Vergangenen Dienstag fand der offizielle e5-Auftakt im Waidhofner Rathaus statt. Johann Wagner von der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ stellte dem e5-Team, bestehend aus den betroffenen Abteilungen, Umweltgemeinderäten, Verkehrsstadtrat sowie einem Vertreter der Klimaaktivisten, den konkreten Programmablauf vor.

Aufgabe des e5-Teams ist die Steuerung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Als erster Schritt erfolgt dafür eine Ist-Analyse und Bestandsaufnahme in sechs konkreten Handlungsfeldern: Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, Interne Organisation, Kommunikation und Kooperation. Danach werden Ziele definiert, die konkreten Maßnahmen gehen zur Umsetzung an den Gemeinderat. „Beim e5-Programm geht es ums Tun und Umsetzen. Wir arbeiten die Liste an Maßnahmen Schritt für Schritt ab“, sagt Krammer.

Punkte für die Umsetzung von Maßnahmen

Insgesamt umfassen die sechs Handlungsfelder 62 Maßnahmen und 500 zu vergebende Punkte. „Für jede umgesetzte Maßnahme erhält die Gemeinde 1 bis 14 Punkte. Je größer die energiepolitische Bedeutung der Maßnahme ist, desto mehr Punkte werden vergeben“, erklärt Energieberater Johann Wagner. Für 25 Prozent umgesetzter Maßnahmen gibt es ein „e“, für 37 Prozent das zweite „e“, für 50 Prozent das dritte „e“, für 62 Prozent das vierte „e“ und für 75 Prozent schließlich das fünfte „e“. Der Stadtchef gibt das Ziel vor: „Bis 2023 wollen wir in Waidhofen auf jeden Fall 3 ‚e‘ erreicht haben.“