Tolle „Misa Campesina“ begeisterte Kirchenbesucher. Gertraud Wagner verabschiedete sich am Sonntag nach 20 Jahren als Chorleiterin in der Pfarrkirche Konradsheim mit einer nicaraguanischen Volksmesse.

Von Red. Ybbstal. Erstellt am 16. Juni 2019 (04:41)
Pfarre

Mit der „Misa Campesina“ setzte der Kirchenchor der Pfarre Konradsheim am Pfingstsonntag nicht nur einen musikalischen Höhepunkt: Nach 20 Jahren legte Chorleiterin Gertraud Wagner ihr Amt zurück, das sie mit viel Herz ausgeübt hatte. Die Pfarrgemeinde dankte mit langem Applaus. Sie meinte zu ihrem Abschied: „Ich bin dankbar für viele schöne musikalische und gemeinschaftliche Erfahrungen. Mir war das sogenannte neue geistliche Lied speziell wichtig und ich freue mich, dass es in der Pfarre in all den Jahren einen guten Platz bekommen hat.“

Die „Misa Campesina“, in Konradsheim selbst im Jahr 2004 das erste Mal zur Aufführung gebracht, führte den Chor bereits nach Wien, Krems, Steyr, Böhlerwerk und St. Pölten zu Gastauftritten. Schöne Melodienführung sowohl im Chor als auch in der Instrumentalbegleitung vermögen die Menschen auf ganz spezielle Weise zu berühren. Dazu zeichnet sich das Werk durch Texte voller Lebenskraft, Zuversicht, Parteilichkeit für die Armen und eine große spirituelle Tiefe aus.

Die vielen Solopartien wurden im Sinne einer Messe des Volkes auch alle von den Chormitgliedern selbst vorgetragen. Bei den Instrumentalisten war der erst 16-jährige Marimba-Spieler Lorenz Lugmayr das erste Mal dabei und er fügte sich ins Ensemble aus Gitarristinnen, Schlagzeuger, Flötistin und Busukispieler mit seiner Virtuosität wunderbar ein.
Bezüglich Chorleiternachfolge sagte Pfarrgemeinderat Leo Hochstrasser Interessenten größtmögliche Unterstützung zu. Im Anschluss lud die Pfarre zur Agape auf den Pfarrplatz.