MASCHINENROCKFEST

Erstellt am 21. August 2012 | 00:00
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Web-Artikel 912
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ALTERNATIVE ROCK / Die Waidhofner-Aschbacher Band Sankt Heinrich im Gespräch über ihr neues Album, Musik-Festivals und Auftrittsmöglichkeiten in der Region.

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„Sankt Heinrich“: Robert Ebner, Daniel Schiefer und Christian Nefischer. Am 25. August spielt die Band Songs aus ihrem Debüt-Album beim Maschinenrockfest in der Waidhofner Schwellöd.KÖSSL
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VON ANDREAS KÖSSL

WAIDHOFEN / “Sankt Heinrich“, das sind Daniel Schiefer (Gitarre, Gesang), Robert Ebner (Bass) und Christian Nefischer (Schlagzeug). Seit 2009 sind die drei Mostviertler Musiker unter diesem Namen aktiv. Davor standen Schiefer und Ebner – beide aus Aschbach – unter dem Namen „Atlas“ auf der Bühne. 2009 ersetzte der Waidhofner Nefischer den bisherigen Schlagzeuger und es kam zur Namensänderung. Warum der Name „Sankt Heinrich“? „Weil es besser klingt als Sankt Pölten“, so die Band im NÖN-Gespräch lapidar.

Frequency-Festival:  Eindrücke und Kritik

Schiefer und Ebner sind eben vom FM4-Frequency-Festival in St. Pölten zurückgekommen – jedoch als Rock-Fans, nicht als auftretende Band. „Damit man nicht einrostet“, so Schiefer. Nefischer hat gepasst. Bei diesen großen Festivals werde alles ausgebeutet, was geht, so Nefischer kritisch. Der Zugang zu einem Musik-Festival sei nicht mehr derselbe wie früher. Da sei ihm das kürzlich in Gstadt über die Bühne gegangene „Fleischrock“-Festival schon weit sympathischer. Dem pflichten die Bandkollegen bei. Und man weiß, wovon man spricht, schließlich ist man dort doch letztes Jahr selbst auf der Bühne gestanden. Dennoch hat so manche Frequency-Band die beiden begeistert. Ebner schwärmt vom Auftritt der „Black Keys“, Schiefer gibt an, sich auf „Tocotronic“ gefreut zu haben. „Ich war jedoch ein bisschen enttäuscht. Ich hätte gerne neue Nummern gehört, es gab jedoch nur alte Lieder.“

Die Einflüsse der Hamburger Band ziehen sich auch durch die Musik von „Sankt Heinrich“, das macht das im Mai dieses Jahres erschienene Debüt-Album „Des Kaisers Gold“ deutlich. Dennoch versucht die Band, nicht zu kopieren, sondern steht die Musik von „Sankt Heinrich“ für sich.

Man habe viele Einflüsse, so Schiefer, und nennt neben „Tocotronic“ vor allem „Element of Crime“, „Tomte“ und „Interpol“. „Wir probieren immer wieder Neues“, so Schiefer, „verfolgen damit aber keine bestimmte Richtung.“ Wenn man die Genre-Schublade schon öffnet, so würde Schiefer die Musik von „Sankt Heinrich“ am ehesten als „Alternative Rock“ bezeichnen. „Was bei uns rauskommt, ist das, was wir können“, bringt es Nefischer auf den Punkt.

Kryptische Texte:  Jedes Lied hat Geschichte

Die Texte der Sankt-Heinrich-Songs sind durchgehend auf Deutsch und einigermaßen kryptisch. Schiefer, der für die Lyrics verantwortslich zeichnet, möchte, dass das auch so bleibt. „Ich habe zu jedem Lied meine Geschichte. Die Texte soll aber jeder für sich selbst interpretieren.“ „ Wahrscheinlich weiß er selber auch nicht, um was es geht“, vermutet Bassist Ebner augenzwinkernd.

Konzerte hat die Band bisher schon einige absolviert – sowohl in als auch außerhalb der Region. Highlights waren dabei neben dem schon erwähnten Fleischroch-Festival Auftritte im Am-stettner YumYum und beim LuWaWi-Festival in Lustenau, welches Nefischer, der eine Zeit lang in Vorarlberg gelebt hat, mit ins Leben gerufen hat. Das Besondere dabei: Es gibt ebensowenig Eintritt wie Gage für die Bands. Was die Auftrittsmöglichkeiten für Bands in der Region betrifft, ist die Band kritisch. „Es braucht neue Veranstaltungsorte“, ist man sich einig. „Vor allem die Kommunen sind gefragt, hier Locations zur Verfügung zu stellen“, so Nefischer.

Von den Live-Qualitäten der Band kann man sich am Samstag, 25. August, beim Maschinenrockfest beim Waidhofner Schaukraftwerk Schwellöd überzeugen.

Dabei wird es auch die Debüt-CD „Des Kaisers Gold“ käuflich zu erwerben geben. Der Eintritt ist übrigens frei.

Open Air 25. August, Beginn: 20 Uhr, beim Schaukraftwerk Schwellöd, Schwellödgasse 6 3340 Waidhofen/Ybbs

Auftretende Bands:

Slowfrog (Wien)

Deaf By Unicorn (Waidhofen)

Sankt Heinrich (Waidhofen)

Der Eintritt ist frei!