Waidhofner Musikschul-Lehrer spielten Online-Konzert. Ein ebenso mitreißendes wie berührendes Konzert gaben die Lehrer der Musikschule Waidhofen-Ybbstal am Sonntag im leeren Plenkersaal. Dennoch schauten 3.000 Zuschauer zu.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 03. März 2021 (04:26)

Der Musikschulverband Waidhofen-Ybbstal lud am Sonntag online zur traditionellen Lehrermatinee. Lehrerinnen und Lehrer des Musikschulverbandes spielten im Plenkersaal statt vor Live-Publikum vor Kameras und erreichten so über 3.000 Zuschauer weltweit. Von Klassik bis Jazz wurde von dreizehn Formationen ein sehr vielfältiges und abwechslungsreiches Programm geboten. Alle Akteure unterzogen sich zuvor einem Covid-Schnelltest.

Fallmann mit gelungener Impro auf E-Gitarre

Musikschuldirektor Christian Blahous übernahm die Moderation. Eröffnet wurde das Konzert von Russell McGregor (Violine), Claudia Eberle (Violine), Christian Blahous (Viola), Julia Schwarzlmüller (Viola), Marlies Sobotka (Violoncello), Sera Fuchsluger (Violoncello), Johann Kaar (Kontrabass), Georg Fichtenbauer (Kontrabass) und Achim Gaspar (Schlagzeug) mit Tata Asatiani-Aigner (Klavier) und der erfolgreichen Uraufführung ihres Stücks „Tanzfest im Märchenwald“, welches die Pianistin unter ihrem Künstlernamen Filia Solis speziell für dieses Konzert komponierte hatte.

Im Anschluss boten Günter Schelberger (Saxofon) und Karl Schaupp (Klavier) eine interessante Interpretation des Jazzstandards „Misty“ von Eroll Garner. Danach imitierten die Flötistinnen Regina Maderthaner (Altflöte), Julia Krenn (Piccolo) und Stefanie Grubbauer (Querflöte) wunderschön die verschiedensten Vögel mit dem Stück „Bird Song“ vom niederländischen Filmkomponist Herman Beeftink.

Es folgten zwei Duos. Anna Längauer (Klavier) und Russell McGregor (Violine) präsentierten ein melancholisch-melodisches Stück, eine Elegie von Arno Babajanyan, bevor Marianne Vlcek (Violine) und Claudia Eberle (Violine) mit „Gillbergavalsen & Polkagrisen“ von dem schwedischen Komponisten Göthe Wahlen überzeugten.

Mit einer gelungenen Improvisation trat als nächstes Heinz Fallmann mit der E-Gitarre auf. Er spielte das weltbekannte Jazzstück „All the Things You are“ aus dem Brodway-Musical „Very Warm for May“ von Jerome David Kern.

Auch die zwei Trios, die danach auftraten, bestätigten das hohe Niveau der Musikschule Waidhofen. Matthias Eckart (Querflöte), Birgit Schörghofer (Querflöte) und Carol Klaus (Klavier) intonierten „Mi-a-ou aus Dolly“ von Gabriel Faure, Marianne Vlcek (Violine), Marlies Sobotka (Violoncello) und Roland Batik (Klavier) präsentierten ein Klaviertrio in G-Dur von W. A. Mozart.

Mit der Solonummer „d’Ysebahn“ von Fritz Berger brillierte Peter Klaus. Obwohl die Zuhörer eine ganze Zugfahrt mit der Dampfeisenbahn erleben konnten, wurde alles auf nur einer Trommel gespielt.

Berührendes Cello-Solo von Marlies Sobotka

Danach gingen Marianne Vlcek (Violine), Christian Blahous (Viola), Marlies Sobotka (Violoncello) und Roland Batik (Klavier) auf die Bühne. Sie spielten den 3. Satz aus dem ersten und einzigen Klavierquartett (op.47) von Robert Schumann, welches sie auf eine sensible Art interpretierten. Besonders berührend war das berühmte Solo für Cello, gespielt von Marlies Sobotka.

Das nächste Quartett wurde von dem Schüler des Waidhofner Musikschullehrers Roland Batik, Alexander Kukelka, komponiert. Das Stück aus den „Czernowitzer Skizzen“ spielten vier KlarinettistInnen. Hubert Kerschbaumer, Maria Fuchsluger, Christine Putzer und Thomas Maderthaner stellten ein Schwarzwalddorf, ein podolisches Ghetto, eine kleine Wiener Vorstadt, ein Stück tiefstes Russland und ein Stück modernstes Amerika musikalisch dar.

Nach der erfolgreichen Aufführung des Stücks von seinem Schüler trat Roland Batik mit einer Solo-Klaviernummer von Franz Schubert auf die Bühne und interpretierte die vierte Impromptu aus dem Opus 90 am Klavier. Als Abschlussnummer brachten Julia Heigl (Gesang), Maria Fuchsluger (Klarinette) und Carol Klaus (Klavier) die vorletzte Komposition „Der Hirt auf dem Felsen“ von Franz Schubert dar.

Nachsehen kann man das Konzert hier: