„Neubau beste Lösung“

Erstellt am 24. April 2012 | 00:00
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Web-Artikel 13923
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FORSTFACHSCHULE / Kolpinghaus ist für Landarbeiterkammer nicht mehr zeitgemäß. Ministerium: „Schwierige Standortsuche.“

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WAIDHOFEN / Nach der nicht ganz konfliktfreien Übersiedlung der Forstfachschule (FFS) vom Rothschildschloss ins Kolpinghaus Waidhofen vor zehn Jahren steht der Schule vielleicht bald wieder ein Umzug ins Haus.

Beim Österreichischen Landarbeiterkammertag (ÖLAKT) sprach sich der Vorstand für tiefgreifende Reformen in der einzigen Forstwarteschule Österreichs aus. Die derzeit einjährige Ausbildung zum Forstwart müsse modernisiert und den steigenden Anforderungen in der Praxis angepasst werden, so Präsident Christian Mandl. Auch die „schwierige Raumsituation“ erfordere einen Neustart. „Natürlich ist uns klar, dass gespart werden muss! Im Stabilitätspakt der Bundesregierung sind aber auch Offensivmaßnahmen im Bildungsbereich vorgesehen. Ein Neubau in Waidhofen wäre die beste Lösung für alle Beteiligten“, erklärte Mandl.

Forstwart: „Manager  im ländlichen Raum“

Ing. Andreas Freistetter, Präsident der NÖ Landarbeiterkammer, ergänzte: „Der Forstwart ist zu einem Manager im ländlichen Raum geworden. Den veränderten Anforderungsprofilen muss Rechnung getragen werden.“

Der ÖLAKT-Vorstand sprach sich dafür aus, für die Finanzierung des Vorhabens Teile der Gewinnausschüttung der Bundesforste in Erwägung zu ziehen. Auch Forstschuldirektor DI Kurt Vyplel wünscht sich die Verlängerung der Ausbildung: „Mit Einführung der Zweijährigkeit würden die Forstwarte optimal auf das Berufsleben vorbereitet.“

Die Verlängerung der Ausbildung sei auch notwendig geworden, nachdem Forstwarte seit einer Gesetzesänderung 2006 befähigt sind, Forstbetriebe bis zu 1.000 Hektar Größe selbstständig zu führen.

DI Martin Nöbauer, für die FFS zuständiger Abteilungsleiter im Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, bestätigt die Wichtigkeit der Forstschulentwicklung. „Die Perspektiven für eine ,Forstschule neu‘ könnten noch heuer festgelegt werden. Die Standortsuche wird aber nicht einfach sein.“