ÖVP baut Vorsprung in mehreren Ybbstal-Gemeinden aus . Sozialdemokraten müssen fast überall Mandatsverluste hinnehmen

Von Andreas Kössl. Erstellt am 26. Januar 2020 (19:26)

Gleich zwei Mandate konnte die ÖVP von Bürgermeister Thomas Raidl in Sonntagberg zulegen. Sie holte 67,2 Prozent (plus 8,8 Prozent) und kommt somit auf 16 Sitze im Gemeinderat. Die SPÖ, die angeführt von Gemeinderat Helmut Novak in die Wahl ging, kam mit einem leichten Minus von 0,7 Prozentpunkten auf 32,8 Prozent, muss aber dennoch einen Gemeinderatssitz abgeben. Der Grund dafür: Das Soziale Bürgerforum, das bislang noch einen Sitz im Sonntagberger Gemeinderat inne hatte, trat am Sonntag nicht mehr zur Wahl an.


Volkspartei legt auch in Kematen zu

Auch in Kematen konnte die ÖVP von Bürgermeisterin Juliana Günther mit einem Plus von 3,3 Prozentpunkten den Vorsprung zur SPÖ weiter ausbauen. Sie holte mit 65,8 Prozent ein zusätzliches Mandat und hält damit bei 14 Gemeinderatssitzen. Die SPÖ, die von Ortsparteiobmann Kurt Kaindl angeführt wurde, musste auch hier ein Mandat abgeben. Sie kam auf 34,2 Prozent (minus 3,3 Prozent) und hält damit bei sieben Gemeinderatssitzen.


Alles beim Alten in Allhartsberg

Keine Mandatsverschiebungen gab es hingegen in Allhartsberg. Die ÖVP von Langzeitbürgermeister Anton Kasser holte 81,6 Prozent (plus 0,3 Prozentpunkte) und hält damit weiter bei 17 Gemeinderatssitzen. Die SPÖ von Ortsparteiobmann Roland Gruber kam auf 18,4 Prozent (minus 0,3 Prozentpunkte) und hält weiter ihre vier Mandate.


ÖVP-Liste legt in Opponitz weiter zu

Einen Wahlerfolg kann die ÖVP-nahe Liste WIR von Bürgermeister Johann Lueger in Opponitz verbuchen. Sie steigerte sich um 11,6 Prozentpunkte auf 74,6 Prozent und legte damit zwei Mandate zu. Somit hält die Liste WIR fortan zwölf Gemeinderatsmandate in Opponitz. Die SPÖ, die von Spitzenkandidatin Daniela Krammer angeführt wurde, musste mit 15,1 Prozent (minus 7,3 Prozentpunkte) ein Mandat abgeben und hat damit nur noch zwei Mandate im Gemeinderat inne. Ebenfalls ein Mandat abgeben musste die FPÖ von Gemeinderat Alexander Schnabel. Sie kam mit einem Minus von 4,3 Prozentpunkten auf nur mehr 10,3 Prozent. Das bedeutet nur mehr einen Gemeinderatssitz für die Opponitzer Freiheitlichen. Bei der Wahl vor fünf Jahren kam die FPÖ auf Anhieb zwar auf zwei Sitze, konnte aber in Ermangelung eines Kandidaten die letzten fünf Jahre nur ein Mandat besetzen.


Grüne und FPÖ legen in Ybbsitz zu

In Ybbsitz musste die ÖVP von Bürgermeister Gerhard Lueger 0,4 Prozentpunkte abgeben. Sie hält aber mit 65,8 Prozent und 16 Mandaten weiterhin die klare absolute Mehrheit. Platz zwei weiter ausbauen konnten die Ybbsitzer Grünen, die angeführt von Gemeinderat Zoltan Abfalter in die Wahl gingen. Mit einem Plus von 0,9 Prozentpunkten kamen sie auf 15,3 Prozent und halten weiterhin drei Mandate. Ein Mandat abgeben musste dafür die SPÖ, die mit Lukas Huber als Nummer eins ins Rennen ging. Sie kam auf nur noch 9,9 Prozent (minus 4,2 Prozentpunkte) und hält damit nur noch zwei Gemeinderatssitze. Ein Mandat zulegen konnte dafür die FPÖ unter Hubert Haider. Sie kam auf 9,1 Prozent (plus 3,8 Prozentpunkte) und hat künftig zwei Gemeinderatssitze inne.

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