ÖVP bleibt klar Nummer eins

Erstellt am 26. Mai 2014 | 10:57
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Foto: NOEN, Foto: Hermann Knapp
EU-Wahl 2014 | Auch Mostviertel im Bundestrend: SP gewinnt minimal, FPÖ deutlich, Grüne und Neos auch.
BEZIRK AMSTETTEN | „Ich bin glücklich über dieses Ergebnis, weil der europäische Gedanke in Österreich bestätigt wurde“, sagt VP-Bezirksparteiobmann und zweiter Landtagspräsident Johann Heuras. Mit der ÖVP, der SPÖ, den Grünen und den Neos hätten die pro-europäischen Parteien in Österreich ein deutliches Übergewicht.

Zufrieden ist Heuras auch mit dem Abschneiden der ÖVP im Bezirk. „Mit 37,7 Prozent liegen wir deutlich über dem Bundesergebnis der ÖVP. Die Verluste sind mit minus 2,7 Prozent hingegen auf demselben Niveau.“

Aber auch im Bezirk fielen die Ergebnisse in den Gemeinden zum Teil recht unterschiedlich aus: So hat die Partei etwa in Behamberg und Weistrach herbe Verluste (um die 8 Prozent) hinnehmen müssen. „Das wird man sich im Detail anschauen müssen“, sagte Heuras dazu.

„Ich bin glücklich über dieses Wahlergebnis, weil der europäische Gedanke bestätigt wurde.“
VP-Bezirksparteiobmann Johann Heuras

Die SPÖ hat im Bezirk ganz leicht dazugewonnen. Mit 21,66 Prozent liegt sie um 0,16 Prozent über dem Ergebnis von 2009, allerdings unter dem Bundesschnitt. Bezirksparteivorsitzende Ulrike Königsberger-Ludwig freut sich über den leichten Zugewinn. „Offensichtlich wurde doch erkannt, dass unser Einsatz für ein sozialeres Europa entscheidend ist. Weniger freut mich das Stadt-, Landes- und Bundesergebnis. Wir als SPÖ sind scheinbar mehr denn je gefordert, die Menschen wieder auf unseren sozialeren, menschlicheren Weg mitzunehmen. Es ist so wichtig, dass die Sozialdemokratie ein gewichtiges Wort in Österreich und in der EU mitzureden hat!“

Für Kerstin Suchan-Mayr, Spitzenkandidatin im Bezirk, ist das Wahlergebnis der SPÖ trotz des kleinen Plus kein großer Erfolg. „Wir sind zwar nicht bei den Verlierern dabei, aber auch nicht bei den Gewinnern. Wir wären gut beraten, bereits ab morgen weiter die EU zum Thema zu machen.“

FPÖ hat deutlich hinzugewonnen

Die FPÖ hat 5,8 Prozent gewonnen und hält nun im Bezirk bei 17,8 Prozent. Für FP-Bezirksparteichefin Edith Mühlberghuber ist das Ergebnis „sehr erfreulich. Wir sind aber generell immer zufrieden, wenn ein Plus vor dem Ergebnis steht. Dieses Mal sind auch viele Kleinparteien angetreten, die in der Summe doch einige Prozent der Stimmen für sich verbuchen“, analysiert sie. Für Mühlberghuber und ihre Parteikollegen sind die Ergebnisse aus der EU-Wahl bereits vielversprechend für die Gemeinderatswahl 2015. „Wir werden auf jeden Fall den Schwung mitnehmen für die kommenden Wahlen“, zeigt sie sich siegessicher.

Die Grünen haben im Bezirk 4,25 Prozent dazugewonnen und halten jetzt bei 10,25 Prozent. Sie liegen damit zwar unter dem Bundesschnitt, sind aber dennoch zufrieden. „Für uns ist es sehr gut gelaufen! Man kann durchaus von einem Erfolg auf der ganzen Linie sprechen. Ob in der Stadt Amstetten, im Bezirk, im Land sowie auf Bundesebene – wir Grüne haben überall unsere vier Prozent Zuwachs gemacht. So sind wir ab sofort mit drei Leuten in Brüssel vertreten und das ist großartig. Unsere Themen und Botschaften haben die Wähler angesprochen und wir konnten damit die Neos entzaubern“.

Die Neos haben 6,7 Prozent der Stimmen erreicht; in Waidhofen, wo sie mit Karl Piaty einen eigenen Kandidaten hatten, sogar 9,18 Prozent. „Es ist sensationell. Das verbuche ich auch ein Stück weit auf meinen persönlichen Einsatz! Ehrlicherweise muss man zugeben, dass wir Neos uns, was die EU-Wahl betrifft, hohe Ziele gesteckt haben, langsam aber stetig zu wachsen ist jedoch mit Sicherheit der bessere Weg. Mit dem bundesweiten Wahlergebnis, einer beinahen Verdopplung des Nationalratswahlergebnisses haben wir ein gutes Ergebnis erzielt. Und zieht Angelika Mlinar ins EU-Parlament ein.“
Die Rekos kamen im Bezirk auf 1,24 Prozent, Anders auf 1,62 Prozent und Eustop auf 2,76 Prozent. Das BZÖ erreichte nur noch 0,4 Prozent.

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