Budget 2021: Vorarbeiten für Betriebsgebiet

Erstellt am 26. Dezember 2020 | 03:18
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Die finanzielle Situation der Gemeinde sei schwierig, hält Bürgermeister Johann Lueger fest.
Foto: Kössl
Opponitzer Gemeinderat beschloss Voranschlag. Abgang von über 300.000 Euro .

Einstimmig beschlossen wurde am Dienstag der Vorwoche der Voranschlag der Gemeinde Opponitz für das Jahr 2021. Aufgrund von Mindereinnahmen bei den Ertragsanteilen infolge der Coronakrise weist der Gemeindehaushalt ein prognostiziertes Minus von über 300.000 Euro aus. Im Budget wurden Bedarfszuweisungsmittel zur Steigerung der Liquidität in der Höhe von 352.900 Euro veranschlagt.

Im ersten Nachtragsvoranschlag für das Jahr 2020, der in der Sitzung ebenfalls beschlossen wurde, verzeichnet man ein negatives Haushaltspotenzial von -292.300 Euro. „Die Situation für die Gemeinde ist momentan schwierig“, sagt Bürgermeister Johann Lueger (ÖVP). „Wir haben gleichzeitig mit dem Budgetbeschluss ein Ansuchen an das Land NÖ gestellt, damit uns geholfen wird.“

Trotz der angespannten Finanzlage möchte man in Opponitz im Jahr 2021 drei zentrale Projekte auf Schiene bringen. So wird man darangehen, die Infrastruktur für das neue Betriebsgebiet, das an der B 121 entstehen soll, bereitzustellen. Mitte Dezember hat die Firma Fuchs aus Ybbsitz das Grundstück gekauft, um in den nächsten Jahren ihren Werkzeugbau hier anzusiedeln. Die Gemeinde wird nun im nächsten Jahr auf einer Länge von rund 650 Metern Wasser-, Kanal-, Strom- und Glasfaserleitungen bis zu dem Grundstück verlegen lassen. Ein zweites zentrales Projekt im Jahr 2021 ist die Erschließung einer zweiten Quelle, um die Trinkwasserversorgung im Ort weiter auszubauen.

Gefahr in Verzug beim Ortsbach

Gefahr in Verzug herrscht bei der Verbauung des Ortsbaches in Opponitz. Hier kam es in den letzten Jahren zu Unterspülungen. Um dem entgegenzuwirken, werden nun Solgurte eingebaut, die das Bachbett stabilisieren sollen. 150.000 Euro werden investiert. 30.000 Euro davon übernimmt die Gemeinde.

Das große Wildbachprojekt im Ortsgebiet, das nun schon seit Jahren in der Pipeline ist, möchte man 2021 für die Wasserrechtsverhandlung einreichen. 2022 soll mit der Umsetzung begonnen werden. Freilich mit Vorbehalt, stellt der Ortschef klar. Zum einen, weil eine Kreditaufnahme dafür notwendig sei, zum anderen sei noch die Unterschrift eines Grundbesitzers ausständig.