Sascha Wittmann gab Einblicke in die Schreibstube. Die Wahlopponitzerin Sascha Wittmann gab am Freitag am Gemeindeamt einen gelungenen Einblick in ihr literarisches Schaffen.

Von Lisa Hofbauer. Update am 24. Februar 2019 (03:40)
Hofbauer
Bildungsgemeinderat Georg Kölbel und Bürgermeister Johann Lueger (v.l.) bedankten sich mit Blumen bei Sascha Wittmann für die gelungene Lesung.

Vor mehreren Jahren war die Wienerin Sascha Wittmann auf der Suche nach einem Ort im Grünen, abseits vom Alltagsstress – und wurde dabei in Opponitz fündig. Seither verbringt sie in der Ybbstalgemeinde viele ihrer Wochenenden, an denen sie sich voll und ganz ihrem literarischen Schaffen widmet.

Und dass sich Opponitz für Sascha Wittmann als Quell der Inspiration erweist, zeigt sich an der Anzahl der Texte, die hier bereits aus ihrer Feder flossen. Sowohl ihr Debütroman „Wie ich berühmt wurde“ als auch viele kurze Prosatexte und sogar ein Gedicht entstanden hier. Und derzeit schreibt die Schriftstellerin bereits an einem weiteren Roman.

Grund genug also, den Opponitzern einmal Einblicke in ihr literarisches Schaffen zu geben. Im Gemeindesaal las Wittmann sowohl einen Auszug aus ihrem 2017 erschienenen Erstlingsroman als auch den zynischen Prosatext „Suburbia“, die bewegende Kurzgeschichte „A Star Is Born“ und ihr, laut eigenen Angaben, „erstes, einziges und letztes Gedicht“ „Herbst“ vor.

Zusätzlich gab die Schriftstellerin auch Einblicke in ihre Schreibstube. „Ich schreibe hauptsächlich in Opponitz. Alle meine Entwürfe werden hier mit der Hand und mit dem Bleistift geschrieben“, verriet sie. „Alle Geschichten, die ich schreibe, habe ich mir selbst ausgedacht, aber keine einzige selbst erlebt.“ Anregungen für ihre Werke hole sie sich aus dem realen Leben, Autobiografisches finde man aber in ihren Texten trotzdem nie. „Es sind oft nur Kleinigkeiten, die hängen bleiben und die schreibe ich dann nieder.“