Vollendete Wirkung der Orgel bei Konzert in Sonntagberg

Erstellt am 20. August 2022 | 06:53
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Organist Bruno Oberhammer vor dem Orgelpositiv in der Basilika.
Foto: Bubenik
Bruno Oberhammer ließ bei Konzert am 14. August die Orgel für sich sprechen.

Bruno Oberhammer aus Höchst in Vorarlberg führte die Orgelmittagkonzerte zu ihrer ursprünglichen Bestimmung zurück. Er ließ bei seinem Konzert am 14. August in der Basilika Sonntagberg allein die Orgel für sich sprechen.

Der blendende Orgelspieler begann mit dem reizvollen „Postillion“ aus dem Ochsenhauser Orgelbuch, einem abwechslungsreichen, heiteren Werk mit viel flotten rhythmisch abgestuften Teilen. Dabei profitierte das Werk von der Genauigkeit und der Perfektion des Künstlers bei der Interpretation. Ebenfalls aus dem Ochsenhauser Orgelbuch war das nächste Stück, „Tintinnabulum autumnale“. In diesem Werk der heiteren Grundhaltung faszinieren der Wechsel von dunklen Stimmen und den hellen Oberstimmen, die vielen Imitationen und die subtile Verarbeitung der Thematik.

Die „Aria tertia“ von J. Pachelbel spielte Oberhammer auf dem Orgelpositiv, das Orgelbauer Pflüger extra für die Basilika gebaut hat. Dieses ließ die verzierten Variationen mit ihren Modulationen des Hauptthemas schön zur Geltung kommen. Wieder auf dem größeren Positiv wirkten die Toccata chromatica und die Passacaglia varianta von J. K. Kerll imposant und stimmig. Die Toccata mit ihrer erregenden Musik und der verflochtenen Stimmführung ist in ihrer Chromatik und Durcharbeitung ein Meisterwerk. Die Steigerung dieses Eindrucks brachte dann noch die Passacaglia, die mit abwechselnd dezenten und sich steigernden Elementen ein herrliches Klangerlebnis war.

Insgesamt war die halbe Stunde eine spannende, wunderschöne Darstellung der Orgel mit faszinierender Musik.

Am Sonntag, 21. August, von 12 bis 12.30 Uhr gastiert Caroline Atschreiter beim Orgelmittag in der Basilika.