Reise in zeitlose Welt

Erstellt am 14. Mai 2013 | 00:00
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Klangraum / Varvara Nepomnyashchaya begeisterte im Kristallsaal mit Interpretationen von Händel, Beethoven und Schumann.
Von Leopold Kogler

WAIDHOFEN/YBBS / Dass sie selbst dem Scheinwerferlicht eher die rasche Bühnenflucht vorzieht, war Varvara Nepomnyashchaya anzumerken. Einer Erleuchtung für das Publikum gleich kam die pianistische Sternstunde, die die Moskauer Pianistin ihrem Publikum bescherte.

Entfacht hat die junge Russin mit ihrem Programm „Liebesszenen“ die glühende Begeisterung zunächst mit Händels Suite Nr. 4. Mit meditativ anmutender Poesie, in allen erdenklichen Farben schimmerndem Klangzauber bis zu energiegeladener Beschwingtheit interpretierte sie danach Beethovens Fantasie H-Dur und die Klaviersonate E-Dur.

Den zweiten Teil füllte Robert Schumanns „Kreisleriana“, die auch mit virtuoser Sprengkraft überwältigte. Tief über die Tasten gebeugt führte die Mozart-Preis-Trägerin den Zuhörer in eine zeitlos anmutende Welt, bis die Urgewalt überrollte.

Beifallsstürmen und Bravos, die die in sich Ruhende scheinbar ungerührt entgegennahm, folgten vier Zugaben.