Erstellt am 10. März 2018, 04:00

von Leopold Kogler

Norbert Steiner zeigt Werke in Stadtgalerie Waidhofen. Hauptstadtplaner Norbert Steiner gibt in der Stadtgalerie Waidhofen einen tiefen Einblick in sein zeichnerisches Schaffen.

Architekt Ernst Beneder (l.) hielt die Laudatio zu Norbert Steiners (2.v.l.) Ausstellung in der Stadtgalerie Waidhofen. Gastgeber Bürgermeister Werner Krammer und Eröffnungsredner Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (v.l.) zeigten sich von Steiners Werken beeindruckt.  |  Leo Lugmayr

In der Stadt der Türme gibt es nun in der Stadtgalerie eine Ausstellung von Norbert Steiner, die sich unter dem Titel „Getürmtes“ dem Erscheinungsbild der Stadt und der fantasievollen Auseinandersetzung mit dem Turm widmet. Die Werke zeigen Türme in den verschiedensten grafischen und zeichnerischen Techniken.

Für den renommierten Architekten und Stadtplaner Steiner üben Türme eine besondere Faszination aus. Für ihn sind sie oftmals funktional bestimmt. Ob Wachturm, Glockenturm oder Aussichtsturm, der Turm ist in jeder Stadt, in jedem Ort omnipräsent, man denke nur an die unzähligen Kirchtürme mit ihren gotischen oder barocken Helmen. Schon seit dem legendären Turmbau zu Babel haben Türme eine signifikante symbolische Bedeutung.

Norbert Steiner gelingt es in seinen fulminanten Zeichnungen, den Türmen etwas Besonderes abzuringen. Da werfen die Türme grazile Schatten, da fliegen sie auf Felsen durch die Lüfte, da entpuppen sie sich zu Giganten der Architektur. Besonders die Türme der Stadt Waidhofen haben es ihm angetan. Der Bergfried mit seinem „Kubus“, der Ybbsturm oder der Stadtturm – alle werden in ihrer Ausgesetztheit, Einsamkeit und Symbolhaftigkeit durchleuchtet. Die Ausstellung ist bis 25. März jeden Freitag, 16 bis 19 Uhr, Samstag, 10 bis 13 Uhr, und Sonntag, 15 bis 18 Uhr, zu besichtigen.