Quartett brach in Kindergarten ein: 35 weitere Tatorte

Erstellt am 31. Jänner 2018 | 05:00
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Einbruch Einbrecher Symbolbild
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Einbruch in Rosenau geht auf Konto rumänischer Diebesbande. 35 weitere Einbrüche.

In der Nacht von 19. auf 20. Juli des Vorjahres wurde in den Kindergarten in Rosenau eingebrochen. Die Täter zerschlugen das Glas eines Fensters, öffneten es und gelangten so in das Gebäude. Drinnen wurden dann sämtliche Räume durchsucht, gestohlen wurde jedoch nichts. Die NÖN berichtete.

In mehreren Ländern vorbestraft

Wie das Landeskriminalamt NÖ letzte Woche bei einer Pressekonferenz mitteilte, wurde dieser Einbruch von einer vierköpfigen rumänischen Diebesbande begangen. Auf deren Konto geht auch der Einbruch in die Musikschule Oed eine Nacht darauf.

Daneben suchten die Täter zwischen Juni und Oktober 2017 16 weitere Schulen und Kindergärten sowie vier Firmen in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Kärnten heim. Auch für 14 Blitzeinbrüche in Drogeriemärkte in Nieder- und Oberösterreich zeichnet das Quartett verantwortlich.

Vierter Täter flüchtig

 

Drei der Täter gingen den niederösterreichischen Kriminalbeamten am frühen Morgen des 11. Oktobers in Klagenfurt ins Netz, nachdem sie in der Nacht zuvor noch in mehrere Schulen und Kindergärten eingestiegen waren. Die festgenommenen Männer im Alter von 32, 33 und 43 Jahren sind in mehreren europäischen Ländern wegen Eigentumsdelikten einschlägig vorbestraft. Sie zeigten sich zu den Delikten teilweise geständig. Der vierte Täter ist noch flüchtig, seine Identität ist den Ermittlern bekannt. Gegen ihn wurde ein EU-Haftbefehl erlassen.

Rund 270.000 Euro Schaden

Die Blitzeinbrüche in die Drogeriemärkte dauerten nicht länger als 90 Sekunden. Die Täter brachen die Eingangstüren auf und erbeuteten hochwertige Parfumartikel, die dann in Rumänien verkauft wurden. Bei den Schul-, Kindergärten- und Firmeneinbrüchen stahlen die Täter hauptsächlich Bargeld, mit dem sie dann ihren Österreich-Aufenthalt finanzierten.

Die Schadenssumme wird mit rund 270.000 Euro beziffert. Der Gesamtwert des Diebesguts beträgt mehr als 200.000 Euro.