„Exploring Hans Hass“: Eine Ikone des Tauchsports. Der Verein Filmzuckerl zeigt am 27. August die Doku „Exploring Hans Hass“.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. August 2019 (04:56)
Hans Hass Institut
„Exploring Hans Hass“ ist ein vielschichtiges filmisches Portrait der Tauchsportikone.

Zum Abschluss der diesjährigen Sommerkino-Saison zeigt der Verein Filmzuckerl am Dienstag, 27. August, den österreichischen Dokumentarfilm „Exploring Hans Hass“ im Schlosshof des Rothschildschlosses.

Schon als kleiner Junge zeigte sich der junge Regisseur Oliver Bruck vom österreichischen Meeresforscher, Zoologen und Filmemacher Hans Hass fasziniert. Im Fernsehen verfolgte Bruck den kühnen Taucher, der sich mit seiner Frau Lotte zu den Haien ins Wasser wagte und mit seinen Spielfilmen „Abenteuer im Roten Meer“ oder „Unternehmen Xarifa“ selbst Hollywood in seinen Bann zog.

Postlfilm
Als Regisseur Oliver Bruck die Filmrollen von Hans Hass entdeckte, nahm er dies zum Anlass, ein filmisches Gemälde des österreichischen Meeresforschers, Zoologen und Filmemachers zu zeichnen. Dieses zeigt der Verein Filmzuckerl am 27. August im Kinosaal unter Sternen im Schlosshof.

Bereits in den 1940er-Jahren prägte Hans Hass den Terminus des Schwimmtauchers und ermöglichte in den folgenden Jahrzehnten durch seine weltweit erfolgreichen Filme einem Millionenpublikum einen Blick in eine Welt, die diesem bislang unzugänglich war. Hans Hass schuf Aufnahmen von maritimer Fauna und Flora, wie man sie bis dahin nie gesehen hatte.

Als Oliver Bruck im Jahr 2015, mittlerweile Student der Biologie, in einer Garage hunderte, teilweise noch unentwickelte Filmrollen von Hans Hass entdeckte und ihm diese zum Kauf angeboten wurden, zauderte er nicht lange: Er kaufte das Material, das von Hans Hass entsorgt worden war, und begab sich auf eine Spurensuche: Wer war der waghalsige Taucher wirklich? Was berichten seine Weggefährten und seine Familie über ihn? Warum wandte er sich von der Unterwasserwelt ab, als er am erfolgreichsten war, um sich ganz der Forschung an seiner Energon-Theorie zu widmen? Und was hat Hans Hass dazu bewogen, sein Filmmaterial vernichten zu lassen?

Regisseur und Cutter in Waidhofen zu Gast

Mit „Exploring Hans Hass“ zeichnet Oliver Bruck ein vielschichtiges Portrait seines Idols – eines schwierigen Mannes, Partners und Vaters, eines Getriebenen, den allein der Erfolg glücklich machen konnte. „Für mich öffnete sich ein Einblick in eine dramatische, zwiespältige Persönlichkeit voller Liebe, Zorn und Leidenschaft“, sagt Regisseur Oliver Bruck. „Die teilweise sehr alten Zeitzeugen waren gerne bereit, ihre Geschichten und Erinnerungen an Hans Hass mit dem Publikum zu teilen. In gewisser Weise malt ‚Exploring Hans Hass‘ ein Gemälde auf der visuell-erzählerischen und emotionalen Ebene, ein Gemälde des österreichischen Tauchpioniers und Unterwasserfilmers Hans Hass zu seinem 100. Geburtstag.

Nach der Filmvorführung werden der Regisseur Oliver Bruck selbst sowie der aus Waidhofen stammende Cutter des Films Gernot Grassl dem Publikum Rede und Antwort stehen.