140 Schüler und Schülerinnen reinigten Waidhofen. 140 Schüler gingen mit gutem Beispiel voran und reinigten die Stadt und die Buchenberganlagen von achtlos weggeworfenem Müll.

Von Christa Hochpöchler. Erstellt am 15. April 2019 (14:55)

Auf sechs verschiedenen Routen wurde die Stadt Waidhofen durchquert. Man marschierte Richtung Bahnhof, zur Parkdeck, Reichenauerstraße, zur HTL aber auch zum Naturpark Buchenberg.
Es war aber kein gewöhnlicher Spaziergang. Die 140 Schüler, die sich in verschiedene Gruppen aufteilten, waren mit Handschuhen und Müllsäcken ausgerüstet und mussten sich auf dem vorgegebenen Weg oftmals bücken um den achtlos weggeworfenen Müll einzusammeln.

Diesmal waren nicht nur die Schüler der Neuen Mittelschule Waidhofen mit Feuereifer bei der Sache, sondern auch zwei dritte Klassen der Volksschule Zell.
Nach einem aufregenden Vormittag im Dienst der Umwelt trafen sich die jungen Aktivisten im Schillerpark. „Es war einfach toll, jetzt haben die Tiere wieder einen schönen Lebensraum!“, erzählte der Schüler Leon Wunderer.
Es war erstaunlich, was im Stadtgebiet Waidhofen alles zu finden war: Von der Plastikflasche über die Getränkedose bis hin zum Styroporverpackungen und leeren Kanistern war nahezu alles vertreten. Die meisten Abfälle fanden sich in den Straßengräben und entlang der Citybahn, aber auch der Wald war nicht frei von Abfällen. Extrem häufig wurden befüllte Hundesackerl, gedankenlos entlang des Weges entsorgt, gefunden.

Für einige Aufregung sorgte bei den Kids ein nicht alltäglicher Fundgegenstand: Sogar ein undefinierbares Metallgerüst „zierte“ die Landschaft.
Besonders viel Müll fanden die Schüler auch bei den Anlagen des Naturparks Buchenberg. „Es ist der Freizeitberg der Waidhofner, jeder soll ihn genießen, doch den Müll bitte wieder mit nach Hause nehmen oder in einen der zahlreichen Mistkübel werden!“, appelliert Umweltstadtrat Fritz Hintsteiner an die Naturparkbesucher.
Müllmenge ist deutlich angestiegen.

„Leider hat sich die Menge des gesammelten Mülls heuer deutlich vergrößert“, erzählt Hintsteiner, der die Aktion gemeinsam mit dem Magistrat der Stadt Waidhofen und den Schulen durchführte. Für Umweltstadtrat Hintsteiner ist daher Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung umso wichtiger.
Am Nachmittag trafen sich zahlreiche Fischer, Asylwerber und Kinder um das Ybbsufer im Stadtgebiet zu reinigen. „Besonders erfreulich ist, dass einige Kinder auch schon am Vormittag dabei waren, und nochmals gekommen waren, weil die Aktion für sie so wichtig war“, erzählte Fritz Hintsteiner.