Die Orgel in einem anderen Licht. Organist Pater Florian Ehebruster entführte die Zuhörer in das 19. Jahrhundert und zeigte die vielen Facetten der Musik Verdis.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. August 2019 (04:35)
Peter Bubenik
Pater Florian Ehebruster bot in der Basilika anspruchsvolle Auseinandersetzungen mit verschiedenen Liedern und vor allem mit Giuseppe Verdi.

Der vortreffliche Organist Pater Florian Ehebruster, Benediktiner des Stifts Seitenstetten, entführte am Sonntag seine Zuhörerschaft, die die gesamte Basilika ausfüllte, in eine ungewöhnliche Welt der Musik. Es war schönste Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts.

Pater Florian begann mit einem opulenten Offertorium von Padre Davide da Bergamo. Darin steigerte sich die abwechslungsreiche Musik zu einem mächtigen Melodiebogen, aus dem heraus dann strahlend das „Gott erhalte, Gott beschütze“ blühte.

Nach einem Offertorium von Verdi kam der Solist zu seinem Hauptwerk, der „Messa Solenne per Organo“ von Carlo Fumagalli – einer Auseinandersetzung mit Verdis Musik. Dabei zeigte der Organist die Orgel in einem anderen Licht als sonst. Er versprühte eine Farbigkeit durch freche Registrierung. Besinnliche Teile, kurzweilige Stellen, ungestüme Wendungen gab es da, aber in jeder Melodie war Verdi zu spüren.