Ein Orgelmittag ohne Orgel

Erstellt am 29. Juli 2022 | 04:48
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8425049_ybb30vy_orgelmittag.jpg
Dreizehn Musiker um Peter Putzer (2. von rechts) brachten Mozarts Bläserserenade „Gran Partita“ zur Aufführung.
Foto: Bubenik
13 Musikerinnen und Musiker ließen am Sonntag Mozart in der Basilika am Sonntagberg erklingen.

Am 24. Juli hörte man in der Basilika beim Orgelmittagkonzert keinen Ton von der Orgel, dafür erlebte man ein großes Musizieren von 13 Musikern, die Peter Putzer auf den Sonntagberg gebeten hatte. Sie brachten die „Gran Partita“ von W. A. Mozart zum Erklingen.

Die Besetzung aus Oboen, Klarinetten, Hörnern, Bassetthörnern, Fagotten und Kontrabass ergab einen faszinierenden Klang, der wunderbar durch den Raum schwebte. Das Werk beginnt mit einer Klangpracht sondergleichen, feierlich und langsam, die Klarinette mit süßem Ton wird erweckt und zeigt zum ersten Mal ihre Strahlkraft. Hubert Kerschbaumer spielte meisterhaft und gab den Ton an.

In den weiteren Sätzen zeigte sich das Zusammenspiel der Instrumentengruppen ideal, und wie sich die Oboe mit der Klarinette den Melodieball zuwarf, war faszinierend. Die verschiedenartigen Menuette mit ihrem Wechsel von strenger Durchführung und heiteren volksmusikalischen Anklängen brachten die Musiker herrlich zur Geltung. Auch beim Adagio konnte man das reizvolle Wechseln der Ins trumente erleben. Mit einem Rondo klang das Werk temperamentvoll aus.

Das Konzert am 31. Juli, 12 bis 12.30 Uhr, bestreiten die Organisten Klaus Oberleitner und Peter Putzer mit Sopransolistin Brigitte Guttenbrunner. Lukas Gassner spielt Leopold Mozarts Konzert für Altposaune.