Fehlbetrag konnte verringert werden

Erstellt am 31. Dezember 2017 | 05:50
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7133501_bgm_thomas_raidl_sonntagberg_fotocredit.jpg
Man kämpfe sich in der Substanz sukzessive runter, sagt Bürgermeister Thomas Raidl.
Foto: NÖN
Gemeinde Sonntagberg weiter auf Sanierungskurs. Mandatare beschlossen Haushaltsplan für 2018 einstimmig.

Einstimmig beschlossen wurde in der letzten Gemeinderatssitzung von den Sonntagberger Mandataren der Budgetvoranschlag für das Jahr 2018. Dieser weist im ordentlichen Haushalt Einnahmen und Ausgaben von 10,45 Millionen Euro auf. Im außerordentlichen Haushalt steht ein Investitionsvolumen von 3,11 Millionen Euro zur Verfügung.

Der ordentliche Haushalt weist nach wie vor einen Abgang auf. 1,54 Millionen Euro müssen über Bedarfszuweisungen des Landes NÖ bedeckt werden. „Wir kämpfen uns in der Substanz aber sukzessive runter“, resümiert Bürgermeister Thomas Raidl (ÖVP) und verweist auf einen um 106.100 Euro geringeren Fehlbetrag als noch im Vorjahr. Seit dem Jahr 2011 ist Sonntagberg eine Sanierungsgemeinde. Damals lag der Abgang im Haushalt aber noch bei drei Millionen Euro. Auch der Schuldenstand der Gemeinde verringere sich, hält der Ortschef fest. Er soll am Jahresende um rund 110.000 Euro unter jenem des Vorjahrs liegen.

„Die Kommunalsteuer entwickelt sich positiv und auch bei den Ertragsanteilen gehen wir von einer Steigerung aus“, sagt Raidl. Dennoch erfordere die finanzielle Situation der Gemeinde weitere Sanierungsschritte und einen maßvollen Umgang mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln. „Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Land NÖ im Rahmen unserer Sanierungspartnerschaft haben wir es aber geschafft, ein Budget zu erstellen, das auch weiterhin notwendige Investitionen ermöglicht.“

Geld für Wohnbau und Infrastruktur

Die größten Investitionen im außerordentlichen Haushalt liegen in den Bereichen Wohnbau und Infrastruktur. Für Aufschließungsarbeiten in der Nelling

straße sind in Summe 165.000 Euro vorgesehen, bei den Kinzlgründen sind es 410.000 Euro und in Gerstlöd 150.000 Euro.

300.000 Euro werden in den Glasfaserausbau investiert, 150.000 Euro fließen in die Umfeldgestaltung der Basilika am Sonntagberg. Im Sportbereich schlägt als größtes Projekt die Sportarena in Böhlerwerk, die 2018 fertiggestellt werden soll, mit 110.000 Euro zu Buche. 262.500 Euro sind noch für das Wildbachprojekt Baichbergbach notwendig, das bis zum Beginn des Sommers fertiggestellt werden soll.

Größere Finanzmittel fließen auch in den Ausbau der Wasserversorgung und in die Erneuerung von Hochbehältern. „Wir haben hier in den letzten Jahren eine deutliche Effizienzsteigerung erzielen können“, sagt der Bürgermeister. „Wir können unseren Bedarf bei der Wasserversorgung schon fast selbst abdecken.“

Investieren muss die Gemeinde auch in die Sanierung des Felssturzes in Böhlerwerk, in die Ausfinanzierung von Güterwegen und in neue Parkplätze beim Friedhof Böhlerwerk.

Des Weiteren standen die Verabschiedung einer Resolution in Sachen Pflegeregress an den Bund, die Erhöhung des Rettungs- und Krankentransportbeitrags von 5,85 auf 7,15 Euro pro Gemeindebürger und die Vollmitgliedschaft der Gemeinde im Gemeindedienstleistungsverband Amstetten mit Anfang 2019 auf der Tagesordnung der Sitzung. Alle Beschlüsse fielen einstimmig aus.