Sozialer Meilenstein

Erstellt am 21. August 2012 | 00:00
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Web-Artikel 883
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SOMA /  Im SOMA können Menschen mit geringem Einkommen günstig einkaufen. Ein Second-Hand-Shop ergänzt das Angebot.

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Die Stadträte Beatrix Cmolik und Franz Sommer bedankten sich bei den SOMA-Mitarbeiterinnen Christine Spusta, Marianne Baumgartner, Roswitha Brkic und Regina Bleiner (v.l.) für ihr Engagement.KÖSSL
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VON ANDREAS KÖSSL

WAIDHOFEN / Zweimal die Woche öffnet der Sozialmarkt (SOMA) in der Waidhofner Ybbsitzerstraße seine Pforten. Personen mit geringem Einkommen haben hier die Möglichkeit, günstig einzukaufen. In den Regalen stehen Produkte des täglichen Bedarfs, die zwar in Ordnung sind, jedoch nicht mehr regulär verkauft werden können und von umliegenden Geschäften angeliefert werden.

Voraussetzung, um hier einkaufen zu können, ist der Besitz der SOMA-Karte. Diese kann am Sozialamt beantragt werden und wird an Personen ausgestellt, die sich am Rande der Armutsgrenze befinden. Derzeit hält man bei etwa 300 Klienten. Um Missbrauch zu vermeiden, etwa dass Produkte weiterverkauft werden, dürfe pro Person nur um bis zu 10 Euro eingekauft werden, erklärt SOMA-Mitarbeiterin Regina Bleiner. Gefragt seien vor allem Grundnahrungsmittel, Kaffee und frisches Obst. Vor allem Obst könne man noch mehr gebrauchen.

Von Kleidung über Spielzeug  bis zu Küchenutensilien

Im Obergeschoß des SOMA befindet sich ein Second-Hand-Shop, in den man durch einen separaten Eingang gelangt. Hier kann jeder einkaufen. Das Sortiment reicht von Kleidung über Schuhe und Spielsachen bis hin zu Küchenutensilien und Schmuck. Derlei Dinge kann man hier zu den Geschäftszeiten abgeben. Einen Mangel an abgegebenen Gegenständen könne man nicht beklagen, so Marianne Baumgartner, die ehrenamtlich im Laden arbeitet. Die Käufer könnten allerdings mehr sein.

„Der Sozialmarkt ist ein sozialer Meilenstein für die ganze Region“, freut sich Stadtrat Franz Sommer. Der Second-Hand-Shop sei eine tolle Ergänzung. „Einerseits können hier jene einkaufen, die sich finanziell schwer tun. Andererseits kann man hier Dinge abgeben, die man nicht mehr braucht.“

Stadträtin Beatrix Cmolik verweist auf die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitarbeiter: „Man spürt hier klar die Begeisterung für die Sache.“ Freiwillige Mitarbeiter sind jederzeit herzlich willkommen.