SP kritisiert „unsichtbaren Vize“

Erstellt am 24. April 2012 | 00:00
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Web-Artikel 13908
Foto: NOEN
AUSSENDUNG / In einer Aussendung teilen die Kematner Sozialdemokraten kräftig in Richtung Vizebürgermeister Walter Lettner aus. Kritik auch an geplantem Handymast.

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VON STEFAN HACKL

KEMATEN / „Hat die Marktgemeinde Kematen eigentlich auch einen Vizebürgermeister?“ Diese bewusst provokante Frage stellen die Kematner Sozialdemokraten in einer aktuellen Aussendung. ÖVP-Funktionär Walter Lettner würde „wichtige Ereignisse permanent ignorieren“, kritisiert die SPÖ und zählt Kirchenveranstaltungen, Jahreshauptversammlungen, Feste, Jubiläen und die Rechnungsabschluss sitzung auf. Dieser Zustand sei nicht tragbar, sagt SPÖ-Ortsparteichef Dieter Fischböck: „Herr Vizebürgermeister Lettner bekommt schließlich unser aller Steuergeld dafür.“

ÖVP-Bürgermeisterin Juliana Günther weist die Vorwürfe gegen ihren Stellvertreter entschieden zurück. „Walter ist ständig präsent. Er werkt sehr viel im Hintergrund. Die Zusammenarbeit mit ihm ist sehr gut.“ Dass einem Vize weniger Repräsentationsaufgaben als der Bürgermeisterin zukommen, liege in der Natur der Sache. „Aber die Bevölkerung weiß ganz genau, dass wir sehr viel harte Arbeit leisten.“

Bei der Heidereinigung habe die SPÖ mit Abwesenheit geglänzt, schießt sie zurück. Und beim Rechnungsabschluss habe Walter Lettner krank das Bett gehütet.

In dem Postwurf zeigt sich die oppositionelle SPÖ aber auch bei anderen Themen angriffslustig, etwa beim Handymast in der Forstheide. Die Parteispitzen Dieter Fischböck und Gerald Einfalt berichten, dass „still und leise“ in der Nähe des Kinderspielplatzes ein Bauplatz für die von Anrainern heftig bekämpfte Funkstation ausgesteckt worden sei. Der ÖVP und Bürgermeisterin Juliana Günther sei das aber „herzlich egal“. In Wahrheit sollte der Mast in Kröllendorf stehen, wo Funklöcher bestünden.

Günther hält die Angriffe für eine „Frechheit sondergleichen“. Sie habe kein einziges Dokument für das Aufstellen des Handymastes unterschrieben. Da der Grund aber nicht der Gemeinde gehöre und ein Bundesgesetz den Ausschlag gebe, seien ihr die Hände gebunden. „Kennt die SPÖ die Gesetze nicht? Ich versuche zu vermitteln, aber ich begehe sicher keinen Amtsmissbrauch“, so Günther zur NÖN.

Noch etwas beklagt die SPÖ: Dass das Postverteilerzentrum und Kassenstellen für Zahn- und praktischen Arzt nach Allhartsberg abgewandert seien. Nur den Handymast habe Bürgermeister Anton Kasser dem Nachbarort gelassen, so die SPÖ.

Teilt aus: Dieter Fischböck, SPÖ.

ZVG

Ziel der SPÖ-Angriffe: Walter Lettner, ÖVP.

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