SPÖ stellt Mair als Griechen dar

Erstellt am 19. Oktober 2010 | 00:00
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Foto: NOEN
Sozialdemokraten prangern in einer Aussendung erneut „griechische Verhältnisse“ bei den Stadtfinanzen an. Für die WVP ist dieser Stil „befremdend“.

VON STEFAN HACKL

WAIDHOFEN / Die SPÖ schießt in einem Extrablatt ihrer „Red News“ scharf in Richtung der Bürgermeister-Partei WVP. Auf dem Titelblatt der Aussendung wird das Waidhofner Rathaus in die Antike verpflanzt und mit dem Zusatz übertitelt: „Wahrlich griechische Verhältnisse.“ Garniert wird das Ensemble mit einer Statue, die das Antlitz von Bürgermeister Mag. Wolfgang Mair zeigt.

Die Sozialdemokraten erneuern damit ihre Kritik an der Budgetlage der Stadt. Schon im Gemeinderat hatte die SPÖ vor wenigen Monaten die Finanzlage Waidhofens mit dem maroden EU-Staat verglichen. „Wohin uns die Alleingänge der WVP gebracht haben, sehen wir ja. Jetzt muss sich die WVP auch gefallen lassen, dass sie für die finanzielle Misere alleine verantwortlich ist“, wird Vizebürgermeister Martin Reifecker in der Aussendung zitiert. Und weiter: „Unsere Kanäle sind in vielen Bereichen überlastet. Der Radwegeausbau liegt am Boden und Investitionen in die Zukunft können nur hinausgeschoben werden.“

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Der Bürgermeister als Statue, die für „griechische Verhältnisse“ steht: „Sollte nicht politischer Stil in Waidhofen sein.“HACKL
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Die SPÖ hingegen stehe für „ehrliche Investitionen in die In- frastruktur, bevor wieder teure Projekte in Angriff genommen werden, die zwar schön, aber nicht notwendig sind.“ Gerade im Kulturbereich könne er sich vorstellen, mehr einzusparen, so Reifecker.

Stadtrat Mag. Werner Krammer, Neo-Obmann der Waidhofner Volkspartei, kommentiert die Vorwürfe der SPÖ knapp. Er sei ein bisschen irritiert, dass die SPÖ den gemeinsamen Kurs der letzten Monate verlasse. Schließlich sei der Nachtragsvoranschlag einstimmig beschlossen worden und mit dem Zehn-Punkte-Programm zur Sanierung des Gemeindehaushalts sei man gemeinsam auf dem richtigen Weg. „Dieser gemeinsame Weg bleibt für mich auch weiterhin aufrecht“, so Krammer zur NÖN.

„Befremdend“ findet der WVP-Obmann die Darstellung des Bürgermeisters: „Das sollte eigentlich nicht der politische Stil in Waidhofen sein.“ WVP-Fraktionsobmann Franz Sommer ergänzt: „Martin Reifecker ist immer noch mehr Parteisekretär als Vizebürgermeister.“