Gemeinderat: Geld durch Flüchtlinge

Erstellt am 29. Dezember 2016 | 04:35
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Bürgermeister Helmut Schagerl ist froh, einen ausgeglichenen Haushalt geschafft zu haben.
Foto: Kössl
SPÖ und ÖVP beschlossen einstimmig das Budget für 2017. Erweiterung der Wasserversorgungsanlage und Umbau des Bahnhofs in Kogelsbach als große Projekte.

Mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP wurde in der Gemeinderatssitzung vom 16. Dezember der Budgetvoranschlag der Gemeinde St. Georgen/Reith für 2017 einstimmig beschlossen.

Im ordentlichen Haushalt hat man Einnahmen und Ausgaben von 900.000 Euro. „Es ist sich ausgegangen, für 2017 einen ausgeglichenen Haushalt zu erstellen“, sagt Bürgermeister Helmut Schagerl (SPÖ), verweist aber auch darauf, dass es schwierig sei, Ende November einen Voranschlag zu erstellen, wenn noch nicht klar sei, wie sich das vorangegangene Wirtschaftsjahr 2016 habe. „Wir haben deshalb vorsichtig kalkuliert und keine Überschüsse aus 2016 angenommen.“

Da sich die Kosten im Schul- und Kindergartenbereich für die Kommunen ständig erhöhen, werde es für eine kleine Gemeinde ohne Kommunalsteuereinnahmen wie St. Georgen/Reith immer schwieriger, ein ausgeglichenes Budget zu erstellen, so der Ortschef.

Positiv für die Gemeinde sei aus finanzieller Sicht die Aufnahme von Flüchtlingen im ehemaligen Blindenheim im Herbst 2015 gewesen. 42 Personen sind hier derzeit untergebracht. Dadurch stiegen die Einnahmen aus den Ertragsanteilen, die pro Gemeindebürger ausbezahlt werden, kräftig an.

120.000 Euro für Wasserversorgung

Im außerordentlichen Haushalt steht im Gemeindebudget eine Investitionssumme von 520.000 Euro bereit. 120.000 Euro fließen hier 2017 in die Erweiterung und Sanierung der Wasserversorgungsanlage in Kogelsbach, 150.000 Euro werden in den Umbau des Bahnhofs Kogelsbach gesteckt.

Ebenfalls im außerordentlichen Haushalt findet sich wieder das Amtsgebäude in
St. Georgen/Reith. Hier stehen im kommenden Jahr die Erneuerung des WC-Bereichs und die Neugestaltung des Außenbereichs am Plan. Rund 100.000 Euro sind dafür budgetiert. Der Straßen- und Wegebau schlägt mit 80.000 Euro zu Buche.

Durch die Erweiterung der Wasserversorgungsanlage in Kogelsbach erhöhe sich der Schuldenstand der Gemeinde um zirka 70.000 Euro, so Bürgermeister Helmut Schagerl. „Es ist wichtig, dass der Voranschlag einstimmig beschlossen wurde und der ganze Gemeinderat dahintersteht.“