Tischlerei entsteht im alten Bahnhofs-Gebäude. Bahnhof St. Georgen/Reith an jungen Tischlermeister aus Ort verkauft.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 28. Oktober 2020 (05:27)
Um 31.491 Euro verkaufte die Gemeinde den alten Bahnhof in St. Georgen/Reith an Tischlermeister Cedric Krenn.
Gemeinde

Einstimmig beschloss der Gemeinderat am Freitag in S. Georgen/Reith den Verkauf des Bahnhofs an Cedric Krenn. Der junge Tischlermeister aus St. Georgen/Reith möchte sich nun in dem alten Gebäude einen Tischlereibetrieb einrichten. „Es freut mich sehr, dass ein mutiger junger Mann hier Geld in die Hand nimmt, um bei uns einen Betrieb aufzubauen“, sagt Bürgermeister Josef Pöchhacker (ÖVP). „Für die Gemeinde ist diese Verwertung der Immobilie sicher die beste, die uns passieren kann. Zum einen haben wir die Aussicht, dass hier Arbeitsplätze entstehen, zum anderen können wir Kommunalsteuereinnahmen lukrieren.“

Bahnhof-Käufer Cedric Krenn möchte in dem ehemaligen Bahnhof einen Tischlerbetrieb einrichten.
privat

31.491 Euro betrug der Verkaufspreis des Bahnhofsgebäudes. Das ist auch jener Betrag, den die Gemeinde 2012 für die Immobilie bezahlen musste, als sie sie von der NÖVOG übernommen hat. Dass man seitens der Gemeinde den Verkaufspreis so belassen hat, sieht der Ortschef als Unterstützung für den Jungunternehmer. Denkmalschutz ist auf dem Gebäude im Unterschied zum Bahnhof in Kogelsbach, wo sich nun das Radweg-Stüberl befindet, keiner drauf. „Ich schätze den neuen Besitzer aber so ein, dass er das Gebäude so adaptieren wird, dass man nachher noch erkennen wird, welchem Zweck es einst diente.“

Einstimmig wurde bei der Sitzung am Freitag auch ein Grundsatzbeschluss über die Errichtung einer Photvoltaikanlage bei der Kläranlage abgesegnet.

Auch die anderen Tagesordnungspunkte, darunter eine Reihe von Subventionen an ortsansässige Vereine und Institutionen, wurden am Freitag von ÖVP und SPÖ einstimmig beschlossen. „Die politische Zusammenarbeit funktioniert derzeit sehr gut“, sagt der Bürgermeister. „Wir haben einen sehr wertschätzenden Umgang miteinander. Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir uns die Dinge ausreden.“