Hollenstein an der Ybbs

Erstellt am 18. Mai 2018, 04:03

von NÖN Redaktion

Waldarbeit-Bewerb: Hohenlehen holte Silber. Bei der Staatsmeisterschaft in der Waldarbeit holte Burschenteam aus Hohenlehen den Vizemeistertitel. Bei Damen holte Schülerin Natalie Üblacker die Bronzemedaille.

Die frisch gekürten Vizestaatsmeister der Waldarbeit v.l.: Stefan Staudecker, Lukas Plank, Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Direktor Leo Klaffner, Natalie Üblacker, Michael Adelsberger und Ruben Fink.  |  Jürgen Mück

Ende April ging wieder die Staatsmeisterschaft der Waldarbeit für Jugendliche von 16 bis 25 Jahre, die sich in einer forstlichen Ausbildung befinden, über die Bühne. Austragungsort war heuer die Höhere Lehranstalt für Forstwirtschaft in Bruck an der Mur in der Steiermark.

Insgesamt nahmen heuer sieben Mädchen- und 17 Burschenmannschaften am Bewerb teil. Auch ein Burschenteam aus der Landwirtschaftlichen Fachschule Hohenlehen beteiligte sich an diesem österreichweiten Bewerb – und das überaus erfolgreich. Die Burschen aus Hollenstein mussten sich letzten Endes nur der Landwirtschaftlichen Fachschule Litzlhof geschlagen geben und holten somit den Vizestaatsmeistertitel.

Doch nicht nur die Burschen zeigten in Bruck auf: Die Hohenlehnerin Natalie Üblacker, die bereits in Ossiach bei der 13. Alpen-Adria-Waldolympiade eine Bronzemedaille für Hohenlehen gewann, holte auch in der Steiermark wieder die Bronzene. In der Einzelwertung erreichte sie den dritten Platz.

"Nur mit hohem Engagement sind solche Spitzenleistungen möglich"

Unmittelbares Ziel des Wettbewerbs für Waldarbeit ist die Darstellung der neuesten Erkenntnisse bei der Motorsägen arbeit und der Sicherheitsausrüstung für Waldarbeiter. Langfristiges Ziel der Bewerbe ist es, die Wertschätzung für Waldarbeit und die öffentliche Wahrnehmung zu steigern.

Dabei müssen die Teilnehmenden Bewerbe in insgesamt fünf Disziplinen meistern: Fallkerb und Fällschnitt, Kettenwechsel, Kombinationsschnitt sowie Entasten.

Nach dem Bewerb gratulierte Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister den frisch gekürten Forstchampions. „Nur mit hohem Engagement des gesamten Schulteams sind solche Spitzenleitungen möglich“, meinte sie. „Besonders erfreulich ist, dass immer mehr junge Frauen in der früheren Männerdomäne der Waldarbeit Einzug halten und ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen.“ Bei den Staatsmeisterschaften gibt es seit 2010 eine eigene Damenwertung.

Hohenlehen bei Waldarbeit-EM dabei

Mit seiner Silbermedaille löste das Hohenlehner Burschenteam das Ticket zur Europameisterschaft der Waldarbeit, die von 23. bis 27. Mai in Sopron in Ungarn ausgetragen wird.

„Die Erfolge geben Motivation für die Zukunft und zeigen, dass unsere Schülerinnen und Schüler bundesweit im Spitzenfeld liegen“, freut sich Hohenlehen-Direktor Leo Klaffner. „Zudem ist das Interesse der Schüler am fachlich richtigen Einsatz der Motorsäge nicht hoch genug zu schätzen, denn die Waldarbeit zählt zu den anspruchsvollsten und auch gefährlichsten Tätigkeiten in der Land- und Forstwirtschaft.“