Stadt sucht Bauland

Erstellt am 17. Juli 2012 | 00:00
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 590
Foto: NOEN
WOHNBAU / Waidhofen will Abwanderung verhindern und Wohnraum schaffen. Rabenberg-Spielplatz bleibt unangetastet.

Web-Artikel 590
Grünoase und Spielstätte zwischen Pfarrerboden und IFE-Siedlung: Seitens der Stadt wird versichert, der Spielplatz hier werde auf jeden Fall bleiben. Anderslautende Gerüchte würden nicht stimmen.KÖSSL
Foto: NOEN

VON ANDREAS KÖSSL

WAIDHOFEN / Abwanderungsgemeinde ist Waidhofen keine. Die Einwohnerzahl stagniert. 11.460 Einwohner leben derzeit in der Stadt der Türme. 11.465 Einwohner zählte man im Jahr 2011. Dennoch ist man bestrebt, Bauland in ganz Waidhofen zu schaffen. „Gerade Jungfamilien sind auf der Suche nach leistbaren Baugründen“, so Bürgermeister Mag. Wolfgang Mair.

Auch wenn Waidhofen keine Abwanderungsgemeinde ist, immer mehr Jungfamilien zieht es nach Allhartsberg oder Sonntagberg, wo Baugründe deutlich billiger sind. Dem möchte die Stadt nun entschieden gegensteuern, schließlich richtet sich die Aufteilung der Ertragsanteile – jener Geldmittel, die der Bund auf Länder und Gemeinden verteilt – nach der Bevölkerungszahl.

Leistbarer Wohnraum in  Ortsteilen und Stadt

Man habe deshalb im Zuge eines Entwicklungskonzeptes geschaut, wo in Waidhofen rasch und kostengünstig Bauland erschlossen werden könne, so Mair.

Einerseits soll dies in den einzelnen Ortsteilen geschehen, wo es auch darum gehe, die Schulen und Kindergärten zu erhalten, so der Bürgermeister. Andererseits betrifft die Schaffung von Wohnraum auch die Stadt Waidhofen selbst. Mair verweist auf die Bärleiten-Gründe, wo der Quadratmeter unter 50 Euro koste und schon vier Häuser errichtet wurden. Weitere Baugründe sollen demnächst gewidmet werden. Wo diese liegen könnten, möchte Mair noch nicht verraten: „Es ist noch nichts spruchreif.“ Der Bürgermeister hält eine Entscheidung bis zum Herbst für realistisch.

Indes zeigen sich so manche Anrainer am Waidhofner Rabenberg besorgt. Es wird gemunkelt, dass der Spielplatz zwischen Pfarrerboden und IFE-Siedlung in Bauland umgewidmet und verbaut werden soll.

„Das ist ein Gerücht“, so der Bürgermeister. „Weder der Spielplatz noch der Fußballplatz oder ein Weg kommen hier weg. Alles bleibt erhalten.“ Eine Parzelle sei hier zwar in Bauland umgewidmet worden, dabei habe es sich aber um eine „wilde G’stetten“ und keinen Teil des Spielplatzes gehandelt. Umwidmungen für den Wohnbau an Türken- und Fichtenweg werden zwar erwogen, der Spielplatz sei davon aber nicht betroffen, stellt das Stadtoberhaupt nochmals klar.