Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 07. November 2018, 16:04

von APA Red

Zukunft von Tierpark in Waidhofen ungewiss. Der Tierpark Buchenberg in Waidhofen an der Ybbs steht aufgrund des vom Gemeinderat beschlossenen Stopps von weiteren Subventionen und Haftungen vor einer ungewissen Zukunft.

Andreas Plachy (re.), Geschäftsführer des Tierparks Buchenberg. Foto: Archiv/Andreas Kössl  |  NOEN, Andreas Kössl

Ohne zusätzliche Geldquellen sehe er "keine Überlebensmöglichkeit" für den Tierpark, sagte Betreiber Andreas Plachy. Bürgermeister Werner Krammer (ÖVP) hatte den Schritt damit begründet, dass das Vertrauen "grob gestört" sei.

Die Entscheidung der Stadt sei "total überraschend" für ihn gekommen, meinte Plachy am Mittwoch zur APA. "Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll und wie wir über den Winter kommen sollen", sagte der Betreiber. In der kalten Jahreszeit gebe es einen "finanziellen Engpass". Die Einnahmen seien gering, Ausgaben gebe es aber etwa für Futter, Pfleger und Tierärzte. Da sei man auf die Haftung der Stadtgemeinde - bis zu 60.000 Euro sind laut Plachy im Vertrag vorgesehen - angewiesen.

Weiters umfasse die Vereinbarung Subventionen für Instandhaltung sowie Vereinsagenden und Kreditrückzahlung in Höhe von insgesamt rund 44.500 Euro. Zudem sei er vor vier Jahren als Gemeinde-Mitarbeiter karenziert worden und die Stadt übernehme seine Gehaltskosten, so der Betreiber.

Die Vorfälle mit den beiden Ende Juli entlaufenen Luchsen, die im Oktober wieder eingefangen wurden, und der Umgang mit der Thematik seitens des Betreibers wurden von der Stadt als "Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte", bezeichnet. Dass die Luchs auskamen, "tut mir leid", so Plachy, aber es gebe kaum einen Tierpark, in dem keine Tiere ausgekommen sind.

Laut Aussendung der Stadtgemeinde vom Dienstag ist es das Ziel, bis 5. Dezember eine einvernehmliche Lösung zu finden. "Wir wollen einen kleinen, feinen mit dem Naturparkgedanken kompatiblen Tierpark", teilte Krammer mit. Plachy zufolge will der Bürgermeister "nur mehr Streichel- und Nutztiere" im Park. Für Besucher seien hingegen vor allem Tiere wie Wölfe, Luchse, Wildkatzen und Waschbären attraktiv.

"Ein Konzept kann man nicht innerhalb weniger Tage aus dem Boden stampfen", so der Betreiber. Sollte die Vereinbarung mit der Gemeinde platzen, denkt Plachy daran, Firmen oder private Geldgeber ins Boot zu holen oder Crowdfunding zu starten, um die finanzielle Ausstattung des Tourismusbetriebs zu verbessern.