Allhartsberg: Hochbehälter sind „ein Meilenstein“. Hochbehälter sind fertig. Notversorgung soll ab Herbst stehen.

Von Heribert Hudler. Erstellt am 18. Juni 2021 (09:54)

Um auch bei Trockenheit genügend Wasser im Gemeindegebiet von Allhartsberg zur Verfügung zu haben, wird derzeit von Hausmening bis Kröllendorf eine etwa drei Kilometer lange Wasserleitung gebaut, die bereits im Herbst die Kommune mit Am stettner Wasser notversorgt.

Hochbehälter von Gemeinde und Austria Juice

In Allhartsberg wurden in den letzten 25 Jahren sämtliche Liegenschaften der Gemeinde an das Wasserleitungsnetz angeschlossen. Um in weiterer Folge die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, hatte man im Vorjahr ein großes Trinkwasserprojekt am Laufen. Gemeinsam mit der Firma Austria Juice war man dabei, im Bereich Brandstetten vier Trinkwasserhochbehälter, die jeweils 700 Kubikmeter fassen, zu errichten, wobei die Firma Austria Juice dann drei Hochbehälter betreibt und die Gemeinde Allhartsberg einen.

In weiterer Folge soll eine Trinkwasserleitung von Amstetten bis zu den neuen Hochbehältern in Kröllendorf errichtet werden, welche dann Amstettner Wasser an die Gemeinde liefert. Bis zum Herbst soll die Leitung von Hausmening bis Kröllendorf fertig gebaut sein und kann fürs Erste fünf Liter Wasser pro Sekunde liefern.

Nächstes Jahr soll dann der Leitungsbau von Amstetten nach Hausmening folgen. Dann können bis zu 30 Liter Wasser pro Sekunde aus Amstetten nach Allhartsberg fließen.

Anschluss an Amstettner Netz nur Absicherung

„In der zweiten Ausbaustufe wird bis im Herbst 2022 der Anschluss von Hausmening nach Winklarn fertiggestellt werden, wo an die große Amstettner Wasserleitung angeschlossen wird. Dann sind 30 Liter pro Sekunde möglich“, sagte Bürgermeister Anton Kasser, wobei er betonte, dass man in Allhartsberg mit 10 Liter pro Sekunde spielend auskomme.

Der Anschluss an das Amstettner Wasserversorgungsnetz ist aber nur eine Absicherung wenn es zu schwerwiegender Verseuchung des eigenen Grundwassers kommen sollte. „Wir können uns derzeit mit dem eigenen Wasser bestens selbst versorgen“, betonte Kasser. „Die Wasserversorgung ist ein Thema, das die Gemeinden in den nächsten Jahren noch intensiv beschäftigen wird“, sagt Kasser. „Mit diesem Projekt ist Allhartsberg gut für die Zukunft abgesichert. Das ist wirklich ein Meilenstein für die Sicherheit der Wasserversorgung.“