Schutzbau vor Mure wirkte. 2,45 Millionen Euro kostet Schutz bei Gallenzerkogel. Murenbrecher verhinderte bereits Schlimmstes.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 21. Juli 2021 (05:55)
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Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer und Vertreter der Gemeinde und der Abteilung Wildbach- und Lawinenverbauung besuchten am Mittwoch die Baustelle Gallenzerkogelmure. Tage später ging bereits eine Mure ab.
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Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf hatte am Freitag mit Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer und Landesrätin Königsberger-Ludwig noch die Baustelle Gallenzerkogelmure besucht. Niemand hatte ahnen können, dass der – noch nicht fertiggestellte – Murenbrecher schon wenige Tage später den Abgang einer Mure stoppen sollte.

Ein Murenereignis am 16. Mai 2014 im Ortsteil Dornleiten mit Ablagerung von etwa 2.000 Kubikmetern an Geschiebe und Wildholz führte zu einer Verwüstung der Landesstraße auf einer Länge von etwa 100 Metern und Beschädigung eines angrenzenden Hauses. Die Murablagerungen führten auch im Vorfluter des Hammerbachs zu einem gefährlichen Aufstau. Ziel des Projekts ist der nachhaltige Schutz für den Ortsteil Dornleiten vor Murengängen und Überschwemmungen durch Rückhaltung des Murprozesses am Schwemmkegel.

Arbeiten werden im Spätherbst 2023 finalisiert

Als Maßnahmen wurden die Errichtung eines Murenbrechers, einer Filtersperre mit 5.000 m 3 Ablagerungsraum, die Ertüchtigung des Unterlaufs und die Errichtung eines Räumweges beschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2.450.000 Euro. Die Arbeiten wurden im März 2021 angegangen und werden im Spätherbst 2023 finalisiert. Für Planung und Bau war der forsttechnische Dienst der Abteilung Wildbach- und Lawinenverbauung verantwortlich. Die Kosten werden von Bund und Land zu 90 Prozent getragen. 10 Prozent steuert die Gemeinde bei.

„Am Sonntag mussten wir die Landesstraße bereits sperren, nachdem wieder eine Mure zu Tal kam. Der Murenbrecher hat aber ausgereicht, um sie zu stoppen“, sagt Zebenholzer.

Pernkopf: „Wiederkehrende Unwetter zeigen, wie wichtig ein ausgebauter Schutz vor Naturkatastrophen ist. Danke allen Verantwortlichen vor Ort!“