Waidhofen/Ybbs: Maßnahmen für Zeller Schüler

Erstellt am 27. April 2022 | 05:31
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8335806_ybb17wai_arzbergkreuzung.jpg
Immer wieder ergeben sich an der Kreuzung der Arzbergstraße mit der Feldstraße und der Vorgartenstraße gefährliche Situationen für die Schulkinder, weil Autofahrer die Tempo-30-Beschränkung nicht einhalten.
Foto: Fischhuber
Anrainer fordern rasche Umsetzung der Empfehlungen von Verkehrsexpertin. Stadtchef: Grobplanung ist am Laufen.

Eltern im Ortsteil Zell fordern Verkehrsmaßnahmen, um ihren Kindern einen sicheren Schulweg zu gewährleisten. Vor allem beim Kreuzungsbereich der Arzbergstraße mit der Feld- bzw. der Vorgartenstraße sehen sie Handlungsbedarf, da hier immer wieder Autofahrer die vorgeschriebene Tempo-30-Beschränkung nicht einhalten. Anrainer Leo Fischhuber hat deshalb eine Petition ins Leben gerufen, 40 Familien haben unterschrieben. Die NÖN berichtete.

Nach einem ersten Lokalaugenschein im Dezember folgte im Jänner eine Begehung der Stadtverantwortlichen mit betroffenen Eltern und NÖ.Regional-Mobilitätsberaterin Waltraud Wagner. Dabei war man sich einig, dass Maßnahmen notwendig seien und vor allem die Kreuzungssituation im Bereich Arzberg-/Vorgartenstraße verbessert werden müsse. Mobilitätsberaterin Wagner legte eine Liste mit Empfehlungen vor (siehe Infobox). Für die Arzberg-Kreuzung wird eine Verringerung des Straßenquerschnitts empfohlen.

Da bislang jedoch noch keine Maßnahmen umgesetzt wurden, melden sich die Anrainer wieder zu Wort. „Das Frühjahr ist mittlerweile ins Land gezogen und von den besprochenen ‚Pop-up’-Maßnahmen zur Entschärfung diverser Gefahrenstellen ist nicht viel zu sehen“, bekrittelt Leo Fischhuber und verweist auf die klaren Empfehlungen der Verkehrsexpertin. „Ich verstehe nicht, wa rum die Sicherheit unserer Kinder derart zweitrangig ist und nicht nächste Woche die ersten Pop-up-Maßnahmen gesetzt werden.“

Man arbeite am Magistrat bereits intensiv an der Planung der Achse, hält Bürgermeister Krammer fest, verweist aber auf eine gewisse Vorlaufzeit. „Wir werden alle Empfehlungen prüfen und uns anschauen, wie man sie am besten umsetzen kann“, versichert der Stadtchef. Oberste Priorität habe dabei jedenfalls die Arzberg-Kreuzung. Diese solle, wie empfohlen, verengt werden, damit die Geschwindigkeit der Autos reduziert werde. „Ich erwarte, dass in ungefähr zwei Wochen eine erste Grobplanung vorliegt“, sagt Krammer. „Dann wissen wir, was baulich zu tun ist. „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das noch im heurigen Jahr umgesetzt wird.“

Weitere Maßnahmen sollen dann schrittweise folgen. So soll die Zuberstraße nach Abschluss des Wohnbauprojekts am ehemaligen Bene-Holzlagerplatz zur „Flanierstraße“ werden. Für Kirchenplatz und Zeller Hauptplatz sind Begegnungszonen angedacht. Auch in der Feldstraße und der Vorgartenstraße kann sich der Stadtchef den empfohlenen „vereinfachten Straßenquerschnitt“ vorstellen, wenn ein „tragfähiges Konzept“ vorliege.