Infotag im Hilfswerk zu Alter und Demenz. Hilfswerk Waidhofen gewährte Einblicke in Arbeit.

Von Christa Hochpöchler. Erstellt am 26. April 2019 (07:26)
Magistrat
Karl Streicher, Stefan Henikl, Stadrätin Beatrix Cmolik, Pflegemanagerin Jessica Richter, Stadträtin Nadja Koger, Leiterin Sozialamt Birgit Fabian, Brigitte Schagerl und Stadtrat Peter Engelbrechtsmüller (v.l.) auf Besuch beim Hilfswerk.

Einen interessanten Thementag veranstaltete das Hilfswerk Waidhofen am vergangenen Freitag. Zahlreiche Interessenten waren gekommen, um sich über das Thema „Demenz“ zu informieren.

Pflegemanagerin Jessica Richter hielt Vorträge zu dieser schleichenden Krankheit, die in sieben Stufen verläuft. Vor allem Angehörige bemerken die Veränderung eines Angehörigen zuerst: Der Betroffene findet nicht immer die richtigen Worte, ist ständig auf der Suche nach Alltagsgegenständen und misstraut anderen Familienmitgliedern. „Das Thema Demenz beschäftigt uns aufgrund der immer älter werdenden Menschen sehr stark. Gespräche mit Gleichgesinnten helfen betroffenen Angehörigen, die Erkrankung zu verstehen, man kann von anderen Erfahrungen profitieren und vor allem die richtige Gesprächstaktik lernen“, erklärte Richter.

Simulator gab Vorgeschmack aufs Alter

Nicht nur das Thema Demenz wurde beim „Tag der offenen Tür“ behandelt, das Team des Hilfswerks gewährte auch Einblicke in die tägliche Arbeit. Großes Interesse herrschte beim Alterssimulator. Mit Gewichten, Kopfhörern und speziellen Brillen konnten Besucher nachvollziehen, wie man sich im Alter fühlt. „Das haben viele Besucher ausprobiert und sind nachdenklich geworden. So konnten wir noch besser auf die Bedürfnisse von älteren und pflegebedürftigen Personen hinweisen“, erzählte Richter. Auch die Sicherheit im Alltag ist ein wichtiges Thema. Ein neues GPS-unterstütztes Notruftelefon bietet nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch unterwegs Sicherheit. Die Notrufzen-

trale ist rund um die Uhr erreichbar und vermittelt rasch Hilfe. Die Person kann mit dem neuen Gerät geortet werden und man kann leicht Kontakt aufnehmen (Info unter 0800/ 800408 oder www.notruftelefon.at). „Das Thema Pflege gewinnt in unserer Gesellschaft immer größere Bedeutung. Es betrifft immer mehr Menschen und stellt auch für Kommunen eine große Herausforderung dar. Danke dem Hilfswerk für das großartige Engagement in diesem Bereich“, sagte Stadtrat Peter Engelbrechtsmüller.