Stadt sagt Plastik den Kampf an

Erstellt am 28. Dezember 2018 | 04:13
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Gemeinsam für weniger Plastik: Gemeinderat Karl-Heinz Knoll (FPÖ), Vizebürgermeister Martin Reifecker (SPÖ), Bürgermeister Werner Krammer und Umweltstadtrat Fritz Hintsteiner (beide WVP) sowie Renate Pfaffenbichler und Johann Stixenberger (Die Hoflieferanten).
Foto: Magistrat
Nach Einwegplastik-Resolution nimmt Waidhofen Rathaus, Schulen und Kindergärten unter die Lupe.

Die Europäische Union sagt dem Plastik den Kampf an. Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten einigten sich am Mittwoch der Vorwoche in Brüssel darauf, Plastikteller, Trinkhalme und andere Wegwerfprodukte aus Kunststoff in Europa künftig zu verbieten.

In Waidhofen wurde bereits Anfang November, ausgehend von einer Initiative der SPÖ & Unabhängigen, vom Gemeinderat einstimmig eine Resolution zur Vermeidung von Einwegplastik verabschiedet.

In einer Aussendung der Stadt Waidhofen verweist man da rauf, dass in der Ybbstalmetro pole schon seit Jahren auf die Reduktion von Plastikmüll geachtet werde. So würden am Wochenmarkt und in den Waidhofner Betrieben so weit wie möglich keine Plastiksackerl mehr verwendet. Als Vorreiter nennt man „Die Hoflieferanten“ von Johann Stixenberger. Dort gebe es eine Reihe von Plastikalternativen im Angebot. Auch die Einführung des Gelben Sacks für die Plastikmüllsammlung wird hervorgehoben. Dabei handle es sich um die insgesamt nachhaltigere Entsorgung von Plastikmüll, heißt es.

Rathaus, Schulen und Kindergärten im Fokus

„Wir müssen uns darüber bewusst sein, dass wir dafür verantwortlich sind, wie es mit unserer Umwelt weitergeht“, ruft Bürgermeister Werner Krammer alle Bürger auf, bewusst auch im eigenen Haushalt Plastik zu vermeiden. Im Rathaus selbst sowie in allen Bereichen, die im Einflussbereich der Stadt liegen – wie den Schulen oder den Kindergärten – möchte der Stadtchef in einem ersten Schritt nun schauen, wo sich Plastik überall vermeiden lässt. „Das ist zwar jetzt nur eine Kleinigkeit, aber zum Beispiel über Geschenkkörben für Gratulationen muss keine Plastikfolie drüber sein“, sagt Krammer. „In den Schulen wiederum gibt es etwa zu Klarsichthüllen schon Alternativen, die man verwenden sollte.“

Am Wochenmarkt werde man sich anschauen, wie weit man hier ein Plastikverbot verordnen könne, kündigt der Stadtchef an. „Wichtig ist, unsere Alltagshaltung zu überdenken. Veränderung fängt immer bei einem selber an.“