Lastenräder im Test

Erstellt am 27. Juni 2018 | 02:00
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Transportrad-Beraterin Simone Schwaiger, Claudia Leichtfried (Energy Changes), Rudolf Jordan (3rad clever cycling), Bürgermeister Werner Krammer, Umweltbereichsleiter Gerald Käferbeck und Umweltstadtrat Fritz Hintsteiner (v.l.) präsentierten die vielfältigen Möglichkeiten eines Transportrads.
Foto: Kössl
Waidhofen, Allhartsberg und Firma IMC haben im Ybbstal jeweils einen Monat lang ein Tranportrad im Probebetrieb.

Verschiedenste Lastenräder konnte man am vergangenen Freitagvormittag am Oberen Stadtplatz in Waidhofen ausprobieren. Ob zwei, drei oder vier Räder, mit Elektromotor oder ohne, die Räder stießen auf reges Interesse.

Im Juli und August werden die Räder dann in Betrieben, Gemeinden und sozialen Einrichtungen im Bezirk Amstetten im Einsatz sein. Im Rahmen des Kooperationsprojektes „KlimaEntLaster“ der Klima- und Energiemodellregion Amstetten, der IG Fahrrad – Die Radvokaten, der Energy Changes Projektentwicklung GmbH und Anbietern von Transportfahrrädern bietet sich nämlich die Möglichkeit, die Lastenräder jeweils einen Monat lang zu testen. Die Gemeinden Allhartsberg und Weistrach sowie die Stadt Waidhofen machen von diesem Angebot ebenso Gebrauch wie die Firmen IMC – IT-Management & Coaching GmbH in Ybbsitz und Blumen Habersohn in Amstetten, das Jugendzentrum St. Valentin oder der Coworking Space in Strengberg. Im Landesklinkum Mauer wird ein Spezialfahrrad zum Einsatz kommen.

E-Motor ermöglicht Transport auf dem Land

Um herauszufinden, welches Rad zu welchem Unternehmen bzw. zu welcher Institution passt, waren im Vorfeld Berater im Einsatz. Die Anforderungen der einzelnen Testbetriebe seien sehr unterschiedlich, sagt Claudia Leichtfried von Energy Changes. „Ein Blumengeschäft benötigt eine hohe verschließbare Transportbox, um Gestecke sicher zu transportieren. Für einen Malereibetrieb genügt eine große Kiste für das Arbeitsgerät.“

Waidhofens Stadtchef Werner Krammer zeigt sich nach dem Fahrradtest begeistert: „Ich bin wirklich überzeugt davon, dass wir diese Form der Mobilität im Gemeindebetrieb sinnvoll einsetzen könnten. Derzeit prüfen wir mögliche Einsatzbereiche und überlegen ernsthaft die Anschaffung eines dieser Räder.“

Auch gda-Obmann Anton Kasser zeigt sich von der Initiative angetan. „Das Projekt bietet Betrieben, sozialen Einrichtungen und Gemeinden die Möglichkeit, Transporträder als zeitgemäße und emissionsfreie Alternative im eigenen Fuhrpark kostenlos für einen Monat zu testen.“ Der Allhartsberger Ortschef wird in seiner Gemeinde selbst ein Lastenrad einen Monat lang im Einsatz haben.