SPÖ für Entschärfung

Erstellt am 29. Juni 2015 | 11:52
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Foto: NOEN, Andreas Kössl
Sozialdemokraten plädieren für Kuppenabtrag in der Berghofstraße im Zuge von Kanalprojekt. ÖVP dagegen, weil zu teuer.

In der Berghofstraße werden heuer der Kanal sowie Kabel für die Straßenbeleuchtung und Leerrohre für Breitbandinternet neu verlegt. Anfang September soll mit den Arbeiten im Steilbereich begonnen werden.

Die SPÖ Waidhofen wünscht sich, dass im Zuge dieser Arbeiten auch die Kuppel im unteren Steilbereich der Straße, der von der Eckholzgasse nach oben führt, abgetragen wird und hat deshalb einen Dringlichkeitsantrag im Bauausschuss eingebracht, um diese Forderung im Gemeinderat zu behandeln.

Da die Straße im Zuge der anstehenden Arbeiten aufgegraben werde, sei es sinnvoll dabei gleich den Steilbereich zu entschärfen und die Straße auf eine „sinnvolle Breite“ auszubauen, heißt es in einer Aussendung der Sozialdemokraten. Durch die Siedlung, die derzeit „Am Moos“ im Entstehen ist, werde sich sowohl die Anzahl der Kraftfahrzeuge als auch jene der Radfahrer und Fußgänger entsprechend erhöhen, so die SPÖ. Es mache daher Sinn, diesen Bereich zu entschärfen. Eine Umsetzung dieser Maßnahme sei im Zuge der anstehenden Kanalarbeiten sinnvoll, alles andere sei pure Geldverschwendung, argumentiert die SPÖ.

SPÖ lud Mandatare zum Lokalaugenschein

Um sich vor Ort ein Bild machen zu können, lud die SPÖ am Montag der Vorwoche die Mandatare aller Gemeinderatsfraktionen zu einer gemeinsamen Begehung und Befahrung der Berghofstraße mit dem Fahrrad ein. Neben den SPÖ-Mandataren kamen auch die WVP-Stadträte Franz Sommer und Peter Pfannenstill zum Lokalaugenschein.

Stadtrat Sommer sprach sich jedoch vor Ort gegen einen Kuppenabtrag aus. Das sei „hinausgeschmissenes Geld“. Auch eine generelle Verbreiterung der Straße solle es nicht geben. Stattdessen seien ein bis zwei Ausweichstellen angedacht, so der WVP-Stadtrat. „Der Verkehr zur neuen Siedlung ‚Am Moos‘ soll ja nicht über die Berghofstraße, sondern über die Arzbergstraße geführt werden. Das Nadelöhr Zell ist so schon genug belastet.“

Das wollte SPÖ-Stadtrat Alfred Beyer nicht so stehen lassen. Auch wenn der Verkehr über die Arzbergstraße gehen solle, würden die Fußgänger, und dabei vor allem die Schulkinder, doch den Weg über die Berghofstraße in die Stadt nehmen. „Mit der neuen Siedlung kommen außerdem hoffentlich viele junge Leute und fahren da mit dem Fahrrad“, so Beyer. Die Stelle sei jedoch nicht mal mit dem E-Bike ein Honiglecken. Darüber hinaus sei der Steilbereich bei Matsch, Schnee oder Eis für Fußgeher bergab kaum zu bewältigen.

Der Kuppenabtrag wird am kommenden Donnerstag im Waidhofner Gemeinderat behandelt. Die Mehrkosten werden – vorsichtig geschätzt – mit 80.000 Euro beziffert.