Wollen auch im Alltag Brücken bauen

Erstellt am 29. Juni 2015 | 13:34
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Bürgermeister Werner Krammer
Foto: NOEN, NÖN
Offener Brief von Bürgermeister Werner Krammer

Wir bauen Brücken – nicht nur an Festtagen, sondern auch im Alltag. Von 15. bis 19. Juni standen die Veranstaltungen in der Stadt unter dem Motto „Building-Bridges – Waidhofen ist Welt“. Mit dieser Veranstaltungsreihe wollten wir bewusst und darauf aufmerksam machen, dass auch in einer Kleinstadt wie Waidhofen die große Welt zuhause ist. 55 Nationen leben und arbeiten hier. Dabei spannte sich der Bogen vom Filmabend über das Kunstprojekt der Volksschule bis zur Musik.

Migration aber auch Emigration in andere Dörfer, Städte, Länder oder Kontinente ist heute gang und gäbe. Nicht alle Menschen verlassen ihre Heimat freiwillig. Und jenen gilt es zu helfen! In Waidhofen finden Flüchtlinge Schutz, in der Stadt und in den umliegenden Ortsteilen. Ich bin stolz darauf, dass in Waidhofen heimatlose Menschen aufgenommen werden. Es gibt zahlreiche Initiativen, privat und organisiert. Doch darauf kann man sich nicht ausruhen.

Allerdings gibt es auch in Waidhofen Grenzen bei der Aufnahmekapazität. Und eines darf nicht übersehen werden: Wenn Integration funktionieren soll, muss man mit Bedacht vorgehen. Vor allem muss auf ein Miteinander und auf ein Verständnis untereinander geachtet werden. Dazu braucht es Bewusstseinsbildung. Und das haben wir in der Themenwoche in den Mittelpunkt gerückt. Aber „Building Bridges“ meint mehr als Integration. „Building Bridges“ bedeutet für mich auch, gemeinsam etwas anzugehen, drängende Themen anzupacken. Eben eine Brücke zu etwas schlagen. Zum Beispiel zwischen Bürger und Politik. Oder zwischen Bürger und Verwaltung.

Liebe Waidhofnerinnen und Waidhofner! Ich lade Sie einmal mehr ein: Beteiligen Sie sich! Teilen Sie mir Ihre Meinung mit! Unterstützen Sie Ihre politischen Vertreter dabei, die Lebensqualität für uns und andere weiter zu verbessern. Für jene, die da sind und für jene, die noch zu uns kommen! Ich bedanke mich bei allen, die täglich Brücken bauen, vielleicht auch unbemerkt. Ich blicke gespannt auf den nächsten Sommer, wenn die „Building Bridges“-Woche in die nächste Runde geht. Schauen wir, was wir gemeinsam entwickeln können.