15 Stadtprojekte gefördert

Erstellt am 31. Jänner 2020 | 06:44
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Der Stadterneuerungsbeirat mit Regionalbetreuerin Irene Kerschbaumer (Mitte): Julia Büringer, Christoph Kalteis, Martin Dowalil, Alfred Fangmeyer, Erich Abfalter, Armin Bahr, Christian Schneider, Karl-Heinz Knoll, Erich Leonhartsberger, Christoph Böck, Werner Krammer, Peter Engelbrechtsmüller, Rudolf Husak, Franz Hörlesberger, Clemens Lutz, Kurt Hraby, Thomas Wagner, Franz Sommer und Fritz Hölblinger (v.l.).
Foto: Magistrat
Stadterneuerung mit Jahresanfang ausgelaufen. Themenfelder werden weiter abgearbeitet.

Anfang 2015 trat die Stadt Waidhofen auf vier Jahre der NÖ Stadterneuerung bei, um eine konkrete Zukunftsidee für die Stadt festzulegen und Projekte auf den Weg dorthin zu entwickeln. Anfang des Vorjahres wäre diese Mitgliedschaft eigentlich ausgelaufen, man konnte aber noch um ein Jahr verlängern. Nun ist die Aktion aber zu Ende und so resümierte man bei der letzten Beiratssitzung gemeinsam über das Erreichte und gab einen Ausblick auf Bevorstehendes.

Insgesamt wurden in den letzten fünf Jahren im Rahmen der Stadterneuerung 15 Projekte zur Förderung eingereicht und umgesetzt. Die Förderquote betrug dabei durchschnittlich 25,85 Prozent. „Die Marke Waidhofen ist bei all diesen Prozessen zu einem wesentlichen Steuerungsinstrument geworden. Damit können wir unsere Ressourcen gezielt einsetzen und uns entsprechend positionieren“, sagt Bürgermeister Werner Krammer.

„Mit der Marke Waidhofen können wir unsere Ressourcen gezielt einsetzen und uns entsprechend positionieren.“ Stadtchef Werner Krammer

Die Vision, die im Rahmen der Stadterneuerung für Waidhofen entwickelt wurde, definierte die Stadt als zentrales Versorgungs- und Dienstleistungszentrum des Ybbstals und das angrenzende Oberösterreich und legte Wachstum in den Segmenten Wohnen, Arbeiten und Gästeaufkommen als oberstes Ziel fest. „Zur Absicherung der regionalen Funktionen Waidhofens zu leistbaren Bedingungen soll die Umkehr von einer Abwanderungsgemeinde zu einem prosperierenden Lebensmittelpunkt gelingen“, erklärt der Stadtchef.

In einem Leitbild wurden in Folge fünf Themenfelder für die Stadtentwicklung festgelegt. Sie umfassen die Innenstadt, den Ortsteil Zell, die Achse entlang der Citybahn sowie die Themen Mobilität und Miteinander. In Folge konnten dann zahlreiche Projekte im Rahmen der Stadterneuerung umgesetzt werden. Der Gemeinschaftsgarten auf der Zell, die Initiative „kost.bares Waidhofen“ oder das Konzept zur Belebung des Hohen Marktes, aber auch die Erneuerung des Schlossstegs sind nur einige der Projekte, die in den vergangenen fünf Jahren im Rahmen der Stadterneuerung gefördert wurden (siehe unten).

Für die umgesetzten Projekte konnte sich die Stadt auch über mehrere Auszeichnungen, wie etwa den Dorf- und Stadterneuerungspreis 2017, freuen.

Die definierten Themenfelder würden auch nach den fünf Jahren in der Stadterneuerung immer noch konsequent abgearbeitet, hält Stadtchef Krammer fest. „Es ist aber auch wichtig, in die Zukunft zu sehen, und auch da haben wir konkrete Vorstellungen.“

So soll etwa langfristig im Kröller-Haus, dessen Kauf der Gemeinderat in der montäglichen Sitzung beschlossen hat, ein Bau- und Wohnservicecenter installiert werden und zur Belebung der Waidhofner Innenstadt beitragen. Noch heuer soll eine Waidhofen-App umgesetzt werden. Ein weiterer Fokus liegt auf zentrumsnahem Wohnen, das auch im Stadtprojekt II von Architekt Ernst Beneder ein großes Thema ist. So finden sich darin Wohnprojekte am ehemaligen Bene-Areal, am Kinoparkplatz, beim Lokalbahnhof oder in der Hammergasse. Den Bereich Mobilität will man mit Citybus und Citybahn im innerstädtischen Bereich abdecken, in den Ortsteilen soll ein Anrufsammeltaxi für Verbesserung sorgen. In Ergänzung zum Stadtentwicklungsprojekt will die Stadt ein „grünes Netz“ über die Stadt legen, um die Lebensqualität in Waidhofen weiter zu steigern.

Doch auch gemeindeübergreifende Projekte im Ybbstal sind in der Zukunft vorgesehen: Hier arbeitet die Stadt einerseits am Ausbau interkommunaler Betriebsgebiete sowie andererseits an der Weiterentwicklung des Naturparks Waidhofen-Ybbstal.